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Gesunder Start: Direktorin serviert Frühstück für Schüler

LINZ. An der Auhofschule (HS 24) beginnt der Unterricht um 7.50 Uhr. Einige Schüler kommen aber schon zur Morgenbetreuung um 7 Uhr und starten bei einem gemeinsamen Frühstück gesund in den Tag.

Ein gesunder Start: Direktorin serviert Frühstück für ihre Schüler

Das Frühstück stärkt die Gemeinschaft, und die Kinder fühlen sich wohl.}Christine HuberDirektorin Auhofschule Bild: gg

„Wo sind die kleinen Löffel?“, fragt ein Schüler. Das weiß Direktorin Christine Huber auch nicht. Am Vorabend gab es eine Weihnachtsvorstellung in der Schule, und nun fehlt das Geschirr für das Frühstück. Christine Huber bereitet jeden Tag um sieben Uhr Früh für zehn bis 15 Schüler ein gesundes Frühstück zu. Dafür steht sie um 5.30 Uhr auf, eine Stunde später verlässt sie das Haus. „Zuerst geht’s zum Bäcker“, sagt die engagierte Lehrerin, die täglich ehrenamtlich in der Schulküche steht.

„Vor drei Jahren habe ich damit begonnen“, erzählt Direktorin Christine Huber. Sie bemerkte, dass viele Schüler mit Süßigkeiten und Limonade in die Schule kamen, und fand heraus, dass viele von ihnen daheim nicht frühstückten. Viele der Eltern haben keine Zeit, mit den Kindern zu frühstücken.

Selbstgemachte Marmelade

Auf drei Tischen in einem Nebenraum der Schulküche serviert die Direktorin Gebäck, Butter, Marmelade, Schinken, Käse, Schokoflocken, Kakao, Tee und Äpfel. Den Schülerinnen und Schülern schmecken vor allem die selbstgemachten Marmeladen. „Im Schulhof pflanzen wir Beeren an, die dritten und vierten Klassen kochen dann Marmelade ein.“

Die Erdbeermarmelade mögen die Schüler am liebsten. „Ich bin eigentlich jeden Donnerstag hier, mir gefällt’s“, sagt Anna aus der 2a-Klasse. „Außerdem treffe ich da in der Früh meine Freundinnen.“ Justine aus der 3b stimmt ihr zu: „Mir schmeckt es, und Freundinnen treffen ist das Beste. Ich bin jeden Tag beim Frühstück.“

„Zu viele Mädchen“

Ausschließlich Mädchen sitzen an den Tischen und klappern leise mit dem Geschirr. Zwei Buben stehen in der Küche und trauen sich nicht in den Raum. „Da sind zu viele Mädchen drin“, meint Patrick. Heute sind sie nur zu zweit, weil ihre Freunde verschlafen haben. Denn am Tag nach der Weihnachtsaufführung fehlen beim Frühstück nicht nur die kleinen Löffel.

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Artikel Von Georgina Giefing 22. Dezember 2010 - 00:04 Uhr
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