Lade Inhalte...
  • NEWSLETTER
  • ABO / EPAPER
  • Lade Login-Box ...
    Anmeldung
    Bitte E-Mail-Adresse eingeben
    Bitte geben Sie Ihre E-Mail-Adresse oder Ihren nachrichten.at Benutzernamen ein.

gemerkt
merken
teilen

Gerhard Prieler: "Lösung für die Nibelungenbrücke wird es geben"

Von Christopher Buzas, 29. März 2013, 00:04 Uhr
„Lösung für die Nibelungenbrücke wird es geben“
Auch im Winter ist der Leondinger Gerhard Prieler zumeist auf seinem Fahrrad anzutreffen.

LINZ. Gerhard Prieler von der Initiative FahrRad setzt sich seit Jahren für eine Verbreiterung der Brücke ein. Die OÖN haben den 56-Jährigen getroffen.

Die Verbreiterung des Geh- und Radweges auf der Nibelungenbrücke war eigentlich zum Greifen nahe. Streitigkeiten rund um die Finanzierung des Projektes zwischen Stadt Linz und Land Oberösterreich versetzten dem Vorhaben jedoch einen Dämpfer. Um doch wieder Bewegung in die Pläne zu bringen, organisiert die Initiative FahrRad kommenden Freitag, 5. April, eine Demonstration. Die OÖNachrichten sprachen mit Gerhard Prieler (56), stellvertretender Vorsitzender der Initiative, über die Chancen des Projektes und das Radwegenetz in Linz.

 

OÖNachrichten: Die von Radfahrern immer wieder geforderte Verbreiterung der Nibelungenbrücke scheint mangels Einigkeit über die Aufteilung der Kosten zwischen Stadt und Land gestorben. Wie enttäuscht sind Sie darüber?

Gerhard Prieler: Schon sehr enttäuscht. Es hat ja tatsächlich schon so ausgeschaut, dass alles fix ist. Dass jetzt nichts passiert, hat in unseren Augen keine sachlichen Gründe. Das ist ein parteipolitisches Hickhack zwischen Stadt und Land.

Wie hoch sehen Sie die Chancen, dass Aktionen wie die Demonstration doch noch ein Einlenken bei den zuständigen Politikern bewirken?

Die Chance ist auf jeden Fall gegeben, schließlich ist der Bedarf da und wird immer größer. Wir haben immer mehr Radfahrer in der Stadt. Allein über die Nibelungenbrücke fahren im Sommer bis zu 4000 Radfahrer täglich. Wir hatten vor kurzem ein Gespräch mit Vizebürgermeister Klaus Luger (für Verkehr zuständig, Anmerkung). Es gibt ein kleines Signal, dass die Stadt vielleicht 60 Prozent der Kosten für eine Verbreiterung der Nibelungenbrücke zahlt, da das Land beim Radweg zwischen Linz und Wilhering dafür 60 Prozent der Kosten übernimmt. Jetzt sind wir dabei, auch mit Landeshauptmann-Stellvertreter Franz Hiesl einen Gesprächstermin zu vereinbaren. Wir sind überzeugt, dass es früher oder später eine Lösung gibt. Schließlich ist die Brücke einer der wichtigsten Punkte überhaupt im Linzer Stadtgebiet.

Insgesamt investiert die Stadt heuer mehr als 300.000 Euro für den Ausbau und die Adaptierung von Rad- und Gehwegen in Linz. Ist das zu wenig?

Ja, das ist auf jeden Fall zu wenig. Wir erwarten uns, dass das Radverkehrsbudget entsprechend erhöht wird. Mit 300.000 Euro kommt man einfach nicht weit.

Wie beurteilen Sie das Radwegenetz in der Landeshauptstadt? Was ist gut, was weniger?

Gut ist sicherlich, dass es insgesamt viele Radwege und Radrouten in der Stadt gibt und dass viele Einbahnen für Radfahrer geöffnet wurden. Positiv ist, dass die äußere Landstraße eine Begegnungszone wird. Auch die Pflasterung ist hier gut gelungen. Nicht so gut ist, dass es Lücken im Radverkehrsnetz gibt. Dazu haben wir mit der Nibelungenbrücke und der Waldeggstraße zwei problematische Stellen in der Stadt.

Inwieweit sind die zuständigen Stadtpolitiker für die Argumente der Initiative FahrRad aufgeschlossen?

Man erkennt inzwischen, dass Radfahren gefördert werden muss. Es ist aber seitens der Politik kein Engagement, das von Herzen kommt. Die Bereitschaft, massive Maßnahmen zu setzen und da und dort den Autoverkehr einzuschränken, würden wir uns mehr wünschen.

Sie selbst sind begeisterter Radfahrer. Abgesehen vom Umweltaspekt, was ist für Sie das Schöne an dieser Fortbewegungsart?

Das Tollste ist, dass ich in der Stadt schneller als mit jedem anderen Verkehrsmittel bin und ich das Rad überall abstellen kann. Dazu kommt auch der gesundheitliche Aspekt. Ich fahre auch im Winter, wenn kein Schnee liegt, und war seit 20 Jahren nicht mehr krank.

 

Demonstration 

 

Zu einer Fahrraddemo für eine radfahrfreundliche Nibelungenbrücke lädt die Initiative FahrRad am kommenden Freitag,
5. April. Treffpunkt ist um 15.30 Uhr auf dem Linzer Hauptplatz, gegen 16 Uhr wird eine einstündige Brückenrundfahrt zum Hinsenkampplatz und wieder zurück gestartet. Die Demonstration wird außerdem musikalisch begleitet.
 
mehr aus Linz

Wo in der Klammstraße die Zuckerrosen wuchsen

„Ich habe gelernt, kämpfen zu müssen“

10-Jähriger tyrannisiert Pasching

Tropennächte im Markartviertel werden untersucht

Lädt

info Mit dem Klick auf das Icon fügen Sie das Schlagwort zu Ihren Themen hinzu.

info Mit dem Klick auf das Icon öffnen Sie Ihre "meine Themen" Seite. Sie haben von 15 Schlagworten gespeichert und müssten Schlagworte entfernen.

info Mit dem Klick auf das Icon entfernen Sie das Schlagwort aus Ihren Themen.

Fügen Sie das Thema zu Ihren Themen hinzu.

0  Kommentare
0  Kommentare
Zu diesem Thema wurden noch keine Kommentare geschrieben.
Neueste zuerst Älteste zuerst Beste Bewertung
Aktuelle Meldungen