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Fünf Generationen und 140 Jahre „Anton Baumgartner“ in Linz

Mit einem Inserat natürlich in der OÖNachrichten-Vorgängerin Tagespost gab der aus dem Innviertel stammende Anton Baumgartner am 6. August 1871 die Eröffnung seines Stoffgeschäftes damals noch am Hauptplatz in Linz bekannt.

Fünf Generationen und 140 Jahre „Anton Baumgartner“ in Linz

Damals modern, heute behutsam rückgebaut. Bild: Werk

Heute führt die fünfte Generation, Matthias Wied-Baumgartner mit Gattin Sabine, den Traditionsbetrieb am Taubenmarkt. Das Haus hat Unternehmensgründer Baumgartner 1895/96 dort erbauen lassen.

Gattin Anna, deren Vater Schiffsbaumeister und Begründer der Schiffswerft war, legte mit 25.000 Gulden den Grundstein für das heutige Traditionsgeschäft, das sich sein historisches Aussehen auf zeitgemäße Art bewahrt hat. Ein vor Jahrzehnten moderner Vorbau wurde wieder entfernt. In der zweiten Generation kam übrigens der Name Wied ins Spiel. Gründer-Tochter Leopoldine heiratete Oberst Wied. Generation Nummer drei war Ruth Baumgartner. Generation Nummer vier ist Rupert Baumgartner, der Vater des heutigen geschäftsführenden Gesellschafters Matthias Wied-Baumgartner, der 1994 übernahm.

Auf 1000 Quadratmetern werden Heimtextilien sowie Stoffe von Versace bis Escada, Spitzen aus Lyon, selbst importierte Seidenstoffe aus Indien bis hin zu Standardware und Bastelbedarf präsentiert.

Baumgartner hält als einziges von ehemals 25 Stoffgeschäften in Linz die Stellung. Dort kaufen etwa Designer wie Gottfried und Wolfsteiner, Modeschüler und Hobby-Näherinnen. 27 Mitarbeiter, darunter vier Lehrlinge, üben sich in der „Vision des fertigen Kleidungsstückes“, sagt Matthias Wied-Baumgartner. Denn schließlich sollte verkauft werden, was später aus dem Stoff entsteht. Im Haus ist auch eine Vorhangnäherei, die auch Großaufträge von Spitälern, Schulen und Seniorenheimen ausführt.

Der Rest der Verkaufsfläche im Erdgeschoß ist vermietet. Im Hause wohnt die Familie und damit auch Wied-Baumgartners Bruder Lorenz, der als Trainer und Berater tätig ist.

Die Generation Nummer sechs für das Geschäft steht in den Startlöchern: Georg (9), Alexander (6) und Stefan (4). „Einer macht es sicher“, sagt der Herr Papa. Da werden wohl noch viele abblitzen, die den Top-Standort für eine internationale Kette haben wollen. „Jeden Monat klopfen zwei an“, sagt Wied-Baumgartner. Und: „Solange es Spaß macht – und das tut es – und solange es etwas trägt, machen wir es.“

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Artikel Karin Haas 10. August 2011 - 00:04 Uhr
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