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Linz

Friseur Lepschi: „Linzerinnen sind trendbewusster als Wienerinnen“

Von Christopher Buzas   09. November 2012 00:04 Uhr

„Linzerinnen sind trendbewusster als Wienerinnen“
In sechs Kategorien war Alexander Lepschi beim Austrian Hairdressing Award nominiert. In zwei davon wurde er mit seinem Team ausgezeichnet. Bereits im vergangenen Jahr erhielt er einen Preis.

LINZ. Mit seinen ausgefallenen Frisuren-Fotografien räumte der Linzer Friseur Alexander Lepschi (32) (Salon Lepschi & Lepschi) beim Austrian Hairdressing Award 2012 ab.

Gemeinsam mit seinem Team gewann er in den Kategorien „Avantgarde“ und „Damen Nord-West“. Zudem war er in vier weiteren Kategorien nominiert. Mit den OÖNachrichten sprach der 32-Jährige über die Vorbereitungen, den Lieblingshaarschnitt der Linzer Frauen und welchen Promi er gerne stylen würde.

OÖNachrichten: Ihre preisgekrönten Fotos sehen sehr avantgardistisch aus. Wie lange dauert es bis die Frisuren so aussehen, wie Sie sich das vorstellen?
Lepschi: 200 Arbeitsstunden stecken da schon drinnen. Die Entwürfe entstehen zuerst bei mir im Kopf, dann zeichne ich die Skizze und überlege wie ich das umsetze.

Sie arbeiten ja nicht nur mit den Haaren der Models.
Nein ich nehme Kunsthaare, die ich style und dann den Models für die Fotoshootings quasi aufsetze. Dass wir jetzt beim Austrian Hairdressing Award ausgezeichnet wurden, ist aber nicht nur mir zu verdanken, das ist eine Teamleistung.

Zu Ihrem Team zählt auch der Fotograf Stefan Dokupil, der Ihre Werke bildlich in Szene setzt. Wie entstand die Zusammenarbeit zwischen Ihnen?
Ich habe mich bewusst für ihn entschieden, weil ich seine Bilder gesehen habe. Er hat viele eigene Ideen und keine Angst, Grenzen zu brechen, dabei aber immer noch ästhetische Fotos zu machen. Ich habe ihn dann gefragt ob wir zusammenarbeiten wollen. Mittlerweile ist daraus eine richtige Freundschaft entstanden. Mit dabei im Team war auch noch Birgit Mörtl, die zweifache Weltmeisterin im Bodypainting ist und den Models zum Beispiel Handschuhe aufgemalt hat.

Ihre Kreationen, die Sie heuer eingereicht haben, standen unter dem Motto „2012“ und waren inspiriert aus Geschichten aus 1000 und einer Nacht. Woher kam die Idee?
Das basiert auf einem momentan herrschenden Modetrend der sich „Oriental Express“ nennt. Designer wie Prada arbeiten mit solchen Mustern. So hat sich bei uns ein Schritt nach dem anderen ergeben. Irgendwann haben wir uns gefragt „Oh Gott, wie wollen wir das schaffen?“ Wir haben das aber ganz gut hinbekommen.

Haben Sie je die Gelegenheit, die extravaganten Schnitte für den Bewerb auch im Alltag an Ihren Kundinnen auszuprobieren?
In der klassischen Salonatmosphäre geht es darum, auf den Typ der jeweiligen Kundin einzugehen. Es gibt aber junge Mädels, die sich über ausgefallene Frisuren drübertrauen. Bei solchen Schnitten ist aber wichtig, dass die Trägerin viel Selbstvertrauen hat.

Welche Frisuren werden bei Ihnen im Salon zur Zeit am häufigsten gewünscht?
Der Bestseller ist momentan der Bob in allen Varianten. Mit einem solchen Haarschnitt ist man immer gut angezogen. Angesagt sind dabei auch auffällige Colourationen.

Sind die Linzer Frauen trendbewusst und mutig oder eher zurückhaltend?
Die Frauen sind sehr modebewusst. Ich habe auch schon in Wien gearbeitet und muss sagen, dass die Linzer Frauen trendbewusster und beratungsoffener sind. Die Wiener Frauen sind da oft klassischer.

Gibt es einen Prominenten, den Sie gerne einmal stylen möchten?
Lady Gaga, die finde ich super. Es wäre cool, wenn Sie meine Avantgardefrisuren einmal auf der Bühne tragen würde.

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