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Linz

"Border Crashers": Nordico und Otto-Glöckel-Schule überschreiten Grenzen

Von Gabriel Egger   15. Mai 2015 00:04 Uhr

"Border Crashers": Nordico und Otto-Glöckel-Schule überschreiten Grenzen
Die Projektleiter und die Schüler der NMS 5 gemeinsam mit Vizebürgermeister Baier vor ihren Werken

LINZ. Im Zuge der Ausstellung "Geteilte Stadt" werfen Schüler einen Blick auf die Vergangenheit.

Leises Gemurmel ist zu vernehmen, wenn man das "Linzer Zimmer" im Stadtmuseum Nordico betritt. Die Stimmen werden klarer, nähert man sich der kleinen Kammer, die einem Grenzhäuschen nachempfunden ist. Im Inneren hört man Schüler in ihrer Muttersprache von ihrer Herkunft und ihrem ersten Schultag in Österreich erzählen. Viele kommen aus aktuellen und ehemaligen Kriegsgebieten. An den Wänden hängen Collagen aus Magazinen und Zeitungen der Nachkriegszeit, in den Vitrinen liegen Objekte aus dem Schularchiv. Berichte und Fotos von aktuellen Brandherden politischer Unruhen vervollständigen das Mosaik der Zeitgeschichte.

Im Rahmen der Ausstellung "Geteilte Stadt. Linz 1945–55" blicken 25 Schüler der Otto-Glöckel-Schule (NMS 5) auf die Geschichte der Stadt, der Schule und auf ihren eigenen Weg zurück. Die persönlichen Erfahrungen mit Grenzen, Teilungen und Barrieren wurden mit der Zonenteilung der Stadt Linz in Verbindung gebracht. Aktuelle Ereignisse und historische Begebenheiten treffen aufeinander. "Das ist eine Sternstunde der Vernetzung zwischen Schulen und Museen", sagt Dunja Schneider. Die Leiterin der Kunst- und Kulturvermittlung der Museen der Stadt Linz sieht das Projekt "Border Crashers" (Grenzüberschreiter) als einen wesentlichen Bestandteil der gesamten Ausstellung. Gemeinsam mit Lehrer Martin Egger und Kunstvermittler Kurt Lackner hat sie an der Umsetzung der zahlreichen Ideen gearbeitet. Für die Schüler war die professionelle Zusammenarbeit mit dem Museum eine großartige Erfahrung und schuf auch gleichzeitig kulturelle Verbundenheit.

"Das war super für das Klassenklima. Da ist es auch egal, aus welchem Land man kommt" sagt Justine Zeitlinger aus der vierten Schulstufe. Dass die Otto-Glöckel-Schule in der Nachkriegszeit als modernste Schule Österreichs gegolten hatte, wusste auch sie nicht. "Der strikte schulische Rahmen wird aufgebrochen und die Kinder lernen selbstständig zu arbeiten", sagt Martin Egger, der auch auf den positiven Einfluss auf die Schüler-Lehrer-Beziehung verweist.

Die Ausstellung kann man noch bis zum 26. Oktober besuchen.

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