Lade Inhalte...

Biene Maja wäre neidisch, so gut haben es die Linzer Stadtbienen

Von Karin Haas   04.September 2014

Biene Maja wäre neidisch, so gut haben es die Linzer Stadtbienen
Stadt-Imkerin Letitia Lehner auf dem Dach des Brucknerhauses

Es hat gar nicht weh getan. Ganz wenig Bienenstiche fassten jene Stadt-Imkerinnen und Imker aus, die eine ganz besondere und neue "Dachmarke" hegen und pflegen. Sie betreuen Bienenvölker, die auf den Dächern der Kulturinstitutionen Brucknerhaus, Musiktheater und AEC angesiedelt wurden. Der so gewonnene Linzer Stadthonig soll Markenbotschafter für Stadtkultur und Zeichen der Vernetzung der Institutionen sein.

Deren Repräsentanten übten sich gestern bei der Präsentation der goldgelben Gläser in launigen Sprüchen. "Bruckner war auch Honig-Liebhaber", so Hans-Joachim Frey, der künstlerische Leiter des Brucknerhauses. "Man sollte daraus Jahrgangshonig machen. Wer weiß, was der einmal wert ist", so Landestheater-Intendant Rainer Mennicken. "Mit den Bienen als registrierte Gäste brechen wir alle Besucherrekorde", so Gerfried Stocker, künstlerisches Herz des AEC.

Werber Rainer Kargel, der die Idee hatte und das Projekt "Biene Maja" promotet, ist sicher kein "fauler Willi". Er schwebt im siebten Bienenhimmel und will die Marke Linzer Stadthonig auf Rang 2 als Markenbotschafter der Landeshauptstadt nach der Linzer Torte heben.

Anton-Mentor Toni Mörwald kam eilends angereist, um den Honig als Aphrodisiakum des Geschmacks zu loben. Besonders in Kombination mit Chili, etwa in einer Suppe, wäre der Stadthonig fein.

Max Liedlbauer, der Chef des Imkereizentrums und damit von 6700 Imkern in Oberösterreich, sieht die Sache pragmatisch: "Alles, was der Imkerei und den Bienen hilft, ist uns recht."

Linzer Stadthonig ist auf den Speisekarten der Restaurants Anton und Cubus zu finden und kann dort um 12,90 Euro pro Glas erworben werden. Bienenstich, einen Honig-Mandel-Kuchen, soll es allerdings nicht geben.

copyright  2020
08. August 2020