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Ansfelden ist seit 1988 Stadt und feiert ein Fest für alle

ANSFELDEN. Die siebtgrößte Stadt Oberösterreichs begeht Stadt-Jubiläum mit Programm vom Bürgermeisterempfang bis zum Russkaja-Konzert.

Ansfelden ist seit 1988 Stadt und feiert ein Fest für alle

Der Funkturm ist ein weitum sichtbares Ansfelden-Zeichen. Bild: Stadt Ansfelden

Als Geburtsort des Komponisten Anton Bruckner (1824 - 1896) ist Ansfelden in Österreich und auch international ein Begriff. Aus dem kleinen Ort, der zu Beginn des Zweiten Weltkrieges 3600 Einwohner hatte, ist eine Gemeinde mit 17.000 Einwohnern geworden, somit die siebtgrößte Kommune Oberösterreichs. Nach einer Abstimmung der Bevölkerung ist Ansfelden am 25. September 1988 zur Stadt erhoben worden. Heute, Freitag, feiert man auf dem Hauptplatz des Stadtteils Haid das 30-Jahr-Jubiläum der Stadterhebung.

Musikalischer Höhepunkt der Feier ist das Konzert der Band Russkaja, deren Auftritt um 19 Uhr auf dem Hauptplatz beginnt. Gefeiert wird dort bereits ab 14 Uhr. In dem vor wenigen Jahren ausgebauten Stadtamt empfängt der Bürgermeister Gäste, zudem informiert eine Ausstellung über die Entwicklung der Stadt.

Schminken und Vespa-Fahren

Zudem gibt es Unterhaltung für Groß und Klein mit Fotoecke, Kinderschminken, Hüpfburg, Musik, Theater, Kunststationen und Zielspritzen. Feuerwehr und Rettung demonstrieren ihr Können bei einer öffentlichen Übung. Eine Vorführung der oberösterreichen Rettungshundebrigade und eine Auffahrt des Vespa Clubs Oberösterreich runden das Nachmittagsprogramm auf dem Ansfeldner Hauptplatz in Haid ab.

In der Stadtbibliothek geht es der Jahreszeit entsprechend um den Kürbis, zudem kann man dort in der Schreibwerkstatt werken und an der Gesprächsrunde über die Jugend der 80er Jahre (dem Jahrzehnt der Stadterhebung) teilnehmen.

Ab 18 Uhr gibt es Live-Musik im Zentrum von Haid. Ab 18 Uhr spielen das Ansfeldner Jugendorchester und das Jugendorchester der Werksmusik Nettingsdorf auf. Um 19 Uhr legt dann die österreichisch-russische Volksmusik-Punk-Band Russkaja los.

Weiters gibt es Informations- und Unterhaltungsstände und natürlich Essen und Trinken, um das sich die Goldhaubengruppen Haid und Ansfelden, der Koch und Sozialarbeiter Markus Krassnitzer und die Ansfeldner Musikvereine kümmern. (gsto)

 

Eine Barackenstadt der Vertriebenen

Eine barackenStadt der Vertriebenen

Mit 7424 Einwohnern ist Haid der bevölkerungsreichste Teil der Stadt Ansfelden. Vor dem Zweiten Weltkrieg lebten nur wenige Menschen in Haid. Doch dann ging die Bewohnerzahl rapid in die Höhe, da das Nazi-Regime 1941 Kriegsgefangene zwang, das Lager Haid zu errichten und beim Bau der Autobahn zu arbeiten. Bis zu 10.000 Menschen hausten in den 160 Holzbaracken, in denen es im Sommer brütend heiß und im Winter eiskalt war. 1945 befreiten US-Soldaten die Insassen des Lagers. 

Im September 1945 internierte die US-Armee 8000 Angehörige der SS im Lager Haid. Dann wurde das Lager von Juden aus Polen sowie Vertriebenen aus Jugoslawien, Rumänien, Ungarn, Deutschland, Tschechien und Siebenbürgen-Sachsen, Sudetendeutschen sowie Kroaten bevölkert.

Nach dem Volksaufstand in Ungarn im Oktober 1956 kamen 700 Ungarn-Flüchtlinge in das Lager Haid, dessen letzte Baracke erst 1964 abgerissen wurde.

 

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Artikel 14. September 2018 - 00:04 Uhr
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