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Alles neu auf dem Freinberg: Aloisianum investiert 17 Millionen Euro in Umbau

LINZ. Die Arbeiten laufen auf Hochtouren - in drei Wochen muss der Umbau im Hauptgebäude fertig sein.

Alles neu auf dem Freinberg: Aloisianum investiert 17 Millionen Euro in Umbau

So soll das renommierte Linzer Gymnasium in drei Jahren aussehen. Rundum renoviert, mit Zubauten und Haupteingang auf Straßenniveau. Bild: Arch MA Andras Fullar

Eigentlich ist Alois Froschauer, der ehemalige Generaldirektor der Linz AG, im Ruhestand.

Dass er trotzdem täglich Termine hat und dazu auch noch ins "Baustellengewand" schlüpft, hat mit seiner Vergangenheit zu tun. Froschauer zählt zu jenen Absolventen des Jesuitenkollegs, die sich als sogenannte "Alt-Freinberger" besonders für ihre ehemalige Schule engagieren.

So ist der ehemalige JKU-Professor Gustav Pomberger Obmann des "Schulvereins Kollegium Aloisianum", Froschauer sein Stellvertreter. Und die Baustelle, in die sich das renommierte Linzer Gymnasium in den vergangenen Wochen verwandelt hat, beschäftigt die beiden ordentlich. Schließlich sollen hier in drei Jahren 17 Millionen Euro verbaut werden.

Neue Freizeit- und Lernräume

Wer einen Blick in das Innere des Hauptgebäudes, das Konvikt, wirft, kann sich schwer vorstellen, dass hier die Arbeiten in drei Wochen abgeschlossen sein sollen, damit bis zu Schulbeginn im September noch alles eingerichtet und geputzt werden kann.

Alles neu auf dem Freinberg: Aloisianum investiert 17 Millionen Euro in Umbau

Zahlreiche Sträuche sind abgeholzt und geben den Blick auf das Konviktgebäude und den Befestigungsturm frei.

Im ersten und zweiten Stock, wo die Unterstufen-Schüler ihre Klassen haben, werden neue Lern-, Freizeit- und Ruheräume eingebaut, damit den Kindern jener Platz geboten werden kann, den eine qualitätsvolle Ganztagsschule in verschränkter Form braucht.

Gleichzeitig wird auch vor der Schule kräftig umgebaut. Das unmittelbar an der Straße gelegene Gebäude, wo früher das Personal Wohnräume hatte, ist abgerissen. Nun geht es in die Tiefe, um eine 40 Stellplätze umfassende Tiefgarage zu errichten. Darauf wird dann der neue Speisesaal gesetzt, der mit mobilen Trennwänden auch zum Festsaal umfunktioniert werden kann. Bis Herbst 2019 soll dieser Bauabschnitt abgeschlossen sein.

Was von der Freinberger Straße aus nicht zu sehen ist – der rückwärts gelagerte Wabenbau, in dem die Oberstufen-Schüler ihren Bereich haben – bekommt ebenfalls einen Zubau. Denn mit zwei Oberstufen- und Maturaklassen – wie bisher üblich – wird nicht mehr das Auslangen gefunden. Also werden zwei Klassen zugebaut, dazu ein Musikraum und ein moderner Informatiksaal. Schließlich soll digitale Kompetenz ein neuer Schwerpunkt der Schule werden.

Der neue Haupteingang soll aus Denkmalschutzgründen deutlich tiefer als das Konviktgebäude, auf Straßenniveau, gelagert sein. Ob der neue Eingangsbereich – er ist als letzter Bauabschnitt geplant – tatsächlich kommt, hängt davon ab, ob der Minigolfplatz auf die andere Seite der Freinbergstraße verlegt, und das heutige Golfplatz-areal verkauft werden kann. In Summe sollen 17 Millionen Euro investiert, das monatliche Schulgeld von rund 400 Euro pro Kind aber nicht erhöht werden.

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Artikel Anneliese Edlinger 10. August 2018 - 04:36 Uhr
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