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3 Fragen an... Vize-Rektor Rainer Zendron

03. März 2010, 00:04 Uhr

Der Vize-Rektor der Linzer Kunst-Uni, Rainer Zendron, ist einer der Begründer der Bürgerinitiative gegen die geplante Linzer Stadtwache.

OÖN: Herr Zendron, was haben Sie gegen die Stadtwache?

Zendron: Ich glaube, dass die Stadtwache mitten in der Krise, wenn die Arbeitslosigkeit jeden Monat Rekordzahlen erreicht, nicht das geeignete Mittel ist, sozialen Ausgleich in der Stadt herzustellen. Sie wird unterschiedliche Gruppen wie Obdachlose, Jugendliche, Hundebesitzer auseinanderdividieren. Die Leute werden dadurch eher verunsicherter und die Konflikte größer.

OÖN: Was ist Ihr Rezept?

Zendron: Es wäre wesentlich besser, um dasselbe Geld Sozialarbeiter anzustellen, die dafür ausgebildet sind, Konflikte zu regeln, und mehr Reinigungspersonal bei Jugendtreffs.

OÖN: In Innsbruck versucht die Ordnungswache die Gesetze zu erklären, statt zu strafen. Kein Vorbild für Linz?

Zendron: Wenn man sozialen Ausgleich als Ziel hat, dann verstehe ich nicht, warum man nicht gleich Streetworker anstellt.

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9  Kommentare
9  Kommentare
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haspe1 (23.645 Kommentare)
am 03.03.2010 16:32

"Rücksichtnahme auf die anderen" gehört auch zu diesen Werten, die schwinden. Wird ersetzt durch: "Ich mache, was mir gefällt, und wenn es Dir nicht passt, oder wenn Du darunter leidest, dann ist mir das egal".

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stoeffoe (10.776 Kommentare)
am 03.03.2010 15:53

Auch das ist - mit Verlaub - Unsinn.

Was für ein sozialer Ausgleich soll das denn sein?

Und was hat das mit der Krise und der Arbeitslosigkeit zu tun?

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haspe1 (23.645 Kommentare)
am 03.03.2010 15:48

Die Allgemeinheit zahlt also dann mit viel Steurgeld dafür, dass die Verfehlungen einzelner kaschiert werden. Dreckig ist es trotzdem ständig. DAS gefällt mir aber nicht. Wer seinen Mist nicht richtig entsorgt, soll gefälligst selbst dafür bezahlen, nicht die anderen. Das nennt man "Verursacherprinzip" und ist nur recht und billig. Und durch einige Exempel steigt auch wieder die Disziplin. Das läßt sich an genügend Beispielen nachprüfen. Alles in allem finde ich es traurig, dass man in grossen Städten "Aufpasser" braucht, weil einige Prozent der Menschen sich nicht an die Regeln halten und wenig Rücksicht zeigen. Aber besser ist es, ALLE können gut leben, wenn einige aufpassen, als wenn einige Wenige die anderen nach gutdünken drangsalieren können, wenn es ihnen gefällt und wenn einige Wenige durch ihre Missetaten allen anderen viel Steurgeld kosten. Wenn die Ordnung durch Streetworker gewährleistet werden kann, soll´s mir recht sein, ich fürchte aber, wir werden Sanktionen brauchen.

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stoeffoe (10.776 Kommentare)
am 03.03.2010 15:56

Ja, auch das. Gute Idee: mehr Streetworker.

Vielleicht wären die "4 im Jeep" ein gutes Vorbild.
Ein Polizist (für´s Grobe), ein Magistratsbediensteter (für nicht sozial oder Jugend-bedingte Dinge), ein Sozialarbeiter und ein Streetworker gemeinsam unterwegs...

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haspe1 (23.645 Kommentare)
am 03.03.2010 16:28

Diese Variante ist jedenfalls viel durchdachter und situationsgerechter als die Argumente mancher "Wachgegner". Bei denen heisst es oft: Stadtwache ganz schlecht, Sozialarbeiter ganz gut oder ähnliches. Viele stören sich daran, dass sie "ermahnt werden könnten", sich an die Regeln zu halten, ohne verstehen zu wollen, das die Allgemeinheit davon profitiert, wenn sich alle an die Regeln halten. Ausserdem ist schon heute in manchen Gemeinden die für mich unakzeptable Variante: Einschränkung der Nutzung öffentlicher Plätze, weil die Polizei es nicht schafft, manche Gesetzesbrecher bzw. Lärmerreger herauszufischen. Dagegen scheint sich aber nur wenig Widerstand zu regen. Das verstehe, wer will..

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haspe1 (23.645 Kommentare)
am 03.03.2010 15:44

Obwohl Herr Zendron Rektor ist und persönlich mutig (er ist am 1. Mai verletzt worden, weil er einer geprügelten Frau zu Hilfe eilen wollte), sind seine Argumente gegen die Stadtwache ziemlich bescheiden. Logisch und inhaltlich sehr bescheiden. "Die Leute werden verunsichert und auseinanderdividiert": wieso? Manche werden sich sicherer fühlen, wenn diverse Ungusteln sich nicht mehr so sicher fühlen können, andere ungestört zu belästigen. Wieso auseinanderdividiert? Es geht doch nicht um Klassenkampf, sondern dass darauf geachtet wird, dass "die Spielregeln" einghalten werden. Sozialarbeiter statt Ordnungswache? Es geht nicht um ein "entweder oder" sondern um ein sinnvolles "sowohl als auch". Manche Dinge sollen durch Sozialarbeiter geregelt werden, andere durch "Ordnungshüter". Mehr Reinigungspersonal? Das heisst, die einen werfen ihren Müll ordnungsgemäß in die Mistkübel, den anderen, die davon nichts halten, wird der achtlos weggeworfene Mist von eignem Personal weggeräumt.

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stoeffoe (10.776 Kommentare)
am 03.03.2010 15:48

Die daraus resultierende Botschaft:
"Haut´s ruhig weiter alles weg, wo´s euch gerade aus der Hand fällt - wir räumen´s euch eh weg"

Hoffentlich pflegt der Herr Vizerektor diese Einstellung nicht auch in seinem Lehrberuf...

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haspe1 (23.645 Kommentare)
am 03.03.2010 15:54

Ich bin nicht bei allen Themen Ihrer Meinung, aber was Ordnung und Sauberkeit in der Stadt betrifft, stimme ich mit Ihnen ziemlich genau überein.
Und jene, denen Ordnung und Sauberkeit nicht so wichtig ist, würde ich gönnen, dass sie nur einen Tag bei den Magistratsbediensteten von Hoch-Tiefbauamt und bei den Stadtgärtnern beim "lustigen Müllsammeln" und beim "Klooputzen an öffentlichen Toiletten" mitmachen müssten, dann möchte ich sie nochmals fragen, ob nicht ein bisschen mehr Kontrolle und Sanktion gut wäre. Dass das Wegräumen von mutwillig weggeworfenen Dingen und das Reinigen von achtlos bentutzten Einrichtungen nicht sehr lustig ist, haben diese Leute sich offenbar noch niemals überlegt. Sie sind ja meist privilegiert und haben das selbst nicht nötig. Aber einige müssen das leider machen und WIR ALLE zahlen dafür viel Geld. Geld, das Herr Zendron sicher viel lieber in seiner Kunstuni verwendet sähe. Also: Mal ein bisschen weiter denken wäre klasse.

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stoeffoe (10.776 Kommentare)
am 03.03.2010 16:03

... sind Werte, deren Bedeutung leider schwindet.
Das ist auch kein Wunder, denn es sind Werte, die es auch 'damals' gab. Und da war ja alles schlecht... zwinkern

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