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2000 Teilnehmer bei erster Linzer Donnerstags-Demo

LINZ. Zahlreiche Oberösterreicher sind am Donnerstagabend in der Linzer Innenstadt gegen die Regierung auf die Straße gegangen.

Es kamen mehr Teilnehmer als erwartet.  Bild: (Volker Weihbold)

Gestartet wurde mit Verspätung vor dem Linzer Musiktheater, dann wanderte der Demozug über die Landstraße, die Bethlehemstraße, die Marienstraße, den Graben und die Kollegiumgasse bis zum Pfarrplatz, wo die Versammlung nach einer kurzen Abschlussrede gegen 19:45 Uhr beendet wurde. 

An der überparteilichen Initiative hatten sich mehr als 30 Vereine, Organisationen, Privatpersonen und politische Parteien beteiligt. Die Initiatoren wollten ein Zeichen für "ein buntes, vielfältiges und zuversichtliches Land" setzen. Die Polizei rechnete mit bis zu 600 Teilnehmern, tatsächlich waren es laut Polizei rund 2000. Die Veranstalter sprachen von 3000 Teilnehmern. 

Die ursprüngliche Route über die Landstraße, die Promenade und die Klosterstraße bis zum Hauptplatz war von der Behörde kurzfristig abgeändert worden. Grund dafür sei die Landtagssitzung und die damit verbundene Bannmeile, heißt es von der Polizei. "Die Teilnehmer zeigten sich kooperativ und diszipliniert", lobten die Beamten. Es sei zu keinen nennenswerten Vorkommnissen vor, während oder nach der Demonstration gekommen. 

Straßenbahn-Verkehr eingestellt

Zwischen 18 und 19:30 Uhr kam es zwischen Volksgarten und Taubenmarkt zu Verkehrsbehinderungen, teilte die Linz AG am Nachmittag in einer Aussendung mit. Davon betroffen waren sowohl der Bus- als auch der Straßenbahnverkehr. Auf den Straßenbahnlinien 1, 2, 3 und 4 musste der Verkehr in diesem Abschnitt zumindest teilweise eingestellt werden.

Die Linien 1 und 2 Richtung Universität und Linien 3 und 4 Richtung Landgutstraße wendeten am Hauptbahnhof. Die Linien 1 und 2 von der Universität kommend wendeten in der Sonnensteinstraße. Auch bei den Buslinien 12, 17, 19, 26, 27, 45, 46 sowie 192 kam es zu Anhaltungen. 

5000 Teilnehmer in Wien erwartet

Bei den Wiener Demos am Anfang der 2000er Jahre sind wöchentlich mehrere tausend Menschen zusammengekommen, um gegen Rassismus und Sozialabbau zu protestieren. In Wien begannen Regierungsgegner Anfang Oktober damit, die Tradition wieder aufleben zu lassen.

Rund 2.500 Menschen haben sich am Abend bereits zum sechsten Mal in der Wiener Innenstadt versammelt. Hier war auch das Gedenken an die Novemberpogrome ein wichtiges Thema. Treffpunkt war das Polizeianhaltezentrum an der Roßauer Lände, um der Tausenden von Wiener Jüdinnen und Juden zu gedenken, die am 9. und 10. November 1938 in das Polizeigefängnis verschleppt wurden. Die Abschlusskundgebung fand unter dem Motto "Nie wieder ist jetzt" vor dem Parlamentsgebäude statt.

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Artikel nachrichten.at 08. November 2018 - 21:25 Uhr
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