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100 Wohnungen auf dem Pöstlingberg in Planung

LINZ. Nachbarn fürchten um den Grüngürtel – Stadtrat Hein (FP) sieht diesen "nicht gefährdet".

100 Wohnungen auf dem Pöstlingberg in Planung: Anrainer protestieren

Wahrzeichen der Stadt Bild: Stadt Linz

Erneut lösen Wohnbauvorhaben auf dem Pöstlingberg Proteste von Anrainern aus. Rund 100 Wohnungen sollen in den kommenden Jahren in der Merkur-Siedlung entstehen, drei verschiedene Projekte sind in Planung. Umliegende Bewohner fürchten, dass durch die Bauvorhaben die "grüne Lunge von Linz gefährdet" sei. Schließlich seien 100 Bäume bedroht. Sie fordern, dass die Grünflächen erhalten bleiben sollen, und sammelten Unterschriften gegen die Pläne.

Baustart im Sommer geplant

Der für Bauangelegenheiten zuständige Stadtrat Markus Hein (FP) sieht den Grüngürtel "nicht gefährdet. Noch dazu, da die Gründe bereits seit Jahren als Bauland gewidmet sind." Er wünsche sich aber eine bessere Information der Anrainer durch die Projektverantwortlichen. Die teils nötigen Bebauungsplanänderungen sind Hein zufolge "vertretbar".

Die ersten Bagger sollen im Sommer auffahren. Dann beginnen die Arbeiten für den Wohnpark Hagen an der Wolf-Huber-Straße. 40 Wohnungen sollen bis Anfang 2018 hier aufgeteilt auf drei villenartige Gebäude entstehen. Geplant sind außerdem 55 Tiefgaragenplätze.

Um das Projekt verwirklichen zu können, mussten zwölf Garagen weichen, in denen Pöstlingberg-Bewohner ihre Autos geparkt hatten. "Uns wurde versprochen, dass wir in der künftigen Tiefgarage Plätze bekommen. Daran kann sich jetzt niemand erinnern", sagt eine Anrainerin. Die OÖNachrichten hatten bereits im Jahr 2011 darüber berichtet.

Bei der für den Bau verantwortlichen WHP Projekt GmbH weiß man von diesen Versprechungen nichts. "Wir haben das Projekt von der Immorent übernommen. Dort wusste auch niemand etwas von Zusagen gegenüber Anrainern", sagt Hans Handl, Geschäftsführer der WHP Projekt GmbH. Mit den Nachbarn seien diese Fragen besprochen worden.

Mit der Errichtung des Wohnparks Hagen dürfte es mit der geplanten Bautätigkeit im Umfeld der Siedlung aber nicht vorüber sein. Schließlich will die Merkur-Versicherung zwischen der Urbanskistraße und dem Riesenederfeld 18 Wohnungen und 29 Parkplätze in einer zweigeschoßigen Tiefgarage bauen. Der Gestaltungsbeirat gab das Projekt im heurigen April mit zwei Empfehlungen zur Einreichung frei. Unter anderem wünschen sich die Experten, dass möglichst viele Bäume erhalten bleiben.

Vom dritten großen Bauvorhaben ist ein Grundstück am Schablederweg/Urbanskistraße betroffen. Die Pläne sehen hier 42 Wohnungen und eine Tiefgarage mit 164 Stellplätzen vor. Der Gestaltungsbeirat gab für dieses Vorhaben kein grünes Licht und wünscht eine Überarbeitung.

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Artikel Christopher Buzas 19. Mai 2016 - 00:04 Uhr
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