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Landsleute

Der musikalische Manager

Von Peter Grubmüller  09. September 2020 00:04 Uhr

Helmut Rogl
Helmut Rogl, Marketing-Experte und Komponist

Wie der Linzer Helmut Rogl die Welt des Marketings mit der Musik vereint.

In seinem Hauptberuf arbeitet er als Marketing-Direktor der Oberösterreichischen Versicherung, aber Helmut Rogl ist dennoch viel mehr als ein Nebenbei-Komponist. Noch bis 11. Oktober ist seine Klanginstallation zu den Stahl-Kunstwerken des Bildhauers Ludwig Haas in den Promenaden Galerien zu erleben.

„Meine Eltern waren kulturell zwar interessiert, aber keine Musiker. Ich war sechs oder sieben Jahre alt, als sie mir trotzdem den Klavierunterricht ermöglicht haben“, sagt Rogl. Der Komponist wurde in Enns geboren. Als er zwei Jahre alt war, übersiedelte er mit seinen Eltern nach Linz. Das Gitarrespielen brachte er sich selbst bei, zumal er auch in einer Band spielte. Nach der Matura am Linzer Fadinger-Gymnasium wurde er zu seiner eigenen Überraschung vom als streng bekannten Kompositions-Professor Helmut Schiff am Linzer Bruckner-Konservatorium (heute Bruckneruni) aufgenommen. Seine Studien setzte er bei Gunter Waldeck fort, bei Helmut Eder schloss er am Salzburger Mozarteum ab. Parallel dazu hatte er ein Studium der Wirtschaftswissenschaften an der JKU begonnen, wo er zum Doktor der Betriebswirtschaft promovierte. Rogl: „Als freischaffender Künstler tätig zu sein, war für mich unvorstellbar – und mit der Wirtschaft hatte ich etwas, wovon ich leben konnte.“

Seine kompositorischen Anfänge drehten sich um Kammermusik, „weil es realistischer war, in diesem Bereich zu Aufführungen zu kommen“. In all seinen Schöpfungen sucht und findet er bis heute die Balance, sein Publikum zu berühren und dennoch eine individuelle, neue Klangsprache zu entwickeln.

Seit 20 Jahren bastelt der seit April 60-Jährige an seiner Modelleisenbahn-Anlage. Rogl: „Ich erweitere sie nicht mehr, sie wird nur noch verschönert.“ 2001 wurde ihm der Kulturpreis des Landes Oberösterreich verliehen, 2015 der Berufstitel Professor. Im April verhinderte Corona die Uraufführung seiner ersten Sinfonie (Op. 66), nach einem neuen Termin wird noch gesucht. Die OÖN werden rechtzeitig berichten.

 

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