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Landsleute

Christian Lampl: „Das Alter selbst ist keine Krankheit“

Von Dietlind Hebestreit  05. September 2020 00:04 Uhr

Univ.-Prof. Christian Lampl, Ordensklinikum Linz

Christian Lampl schafft Basis für die optimale Behandlung älterer Patienten.

Vor einem Jahr legte Univ.-Prof. Christian Lampl für seinen heurigen Kongress das Thema „Alternsmedizin trifft Infektiologie“ fest. Durch Corona bekam die Linzer Veranstaltung, die wegen der Pandemie bis heute Nachmittag rund 150 Teilnehmer virtuell besuchen, brisante Aktualität.

Im Ordensklinikum hat der Kongresspräsident Anfang des Jahres mit seinem Team ein Zentrum für integrative Alternsmedizin aus der Taufe gehoben. „Man muss davon wegkommen, dass die verschiedenen Fachabteilungen komplett getrennt voneinander an jeweils einem anderen physischen oder psychischen Symptom eines Patienten arbeiten. Bei uns ist der gesamtheitliche und integrative Ansatz das Entscheidende”, sagt der Primar. Warum ein Blick über den Tellerrand der Disziplinen sinnvoll ist, sei am Thema Stürze plausibel gemacht. Diese können viele verschiedene Ursachen haben – von Schwindel über Funktions- oder Elektrolytstörungen bis hin zu Parkinson oder Medikamentenwechselwirkungen. Warum es ,Alterns-‘ und nicht mehr – wie früher – ,Altersmedizin‘ heißt, erklärt der Neurologe und Psychiater so: „Das Alter selbst ist keine Krankheit und tut auch nicht weh. Altern ist hingegen ein Prozess, in dessen Verlauf Krankheiten auftreten können. Darum kümmern wir uns.“

Weinkenner und Motorradfahrer

Neben seiner Arbeit im Ordensklinikum ist der gebürtige Katsdorfer auch bei den Barmherzigen Brüdern aktiv und hat dementsprechend wenig Freizeit: Diese nützt der verheiratete Vater von drei Töchtern (21, 23, 33 Jahre alt) neben dem Familienleben gerne, um mit seiner Harley Davidson gemütlich über die Landstraße zu cruisen oder zeitkritische Literatur und im speziellen Biographien zu lesen. Auf der Rangliste seiner Lieblingsweine steht der Riesling an erster Stelle. Die Glatze ist fast schon ein Markenzeichen des 57-Jährigen: Der Arzt ließ sie sich bereits um den dreißigsten Geburtstag in einem Urlaub scheren, als das noch lange kein Modetrend war.

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