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Oberösterreich

Landeskriminalamt zerschlug Welser Heroin-Ring 

Von nachrichten.at   23. April 2021 13:09 Uhr

Heroin geschmuggelt

WELS. Einer Balkan-Bande, die Heroin nach Wels geschmuggelt und in Oberösterreich verkauft hatte, konnten Kriminalisten das Handwerk legen.

Die Bande soll zumindest 1,5 Kilogramm Heroin mit einem Straßenverkaufswert von ca. 90.000 Euro verkauft haben. Wie die Kriminalisten mitteilten, wurden insgesamt zehn Personen verhaftet. Darunter der 35-jährige Haupttäter, der Schmuggel und Handel von seiner Heimat Serbien aus organisierte. „Er hat das Gift raufgeschickt.“ Seine Frau (42) wohnte mit der gemeinsamen dreijährigen Tochter in Wels. Der Serbe, der im Juli 2020 in Österreich festgenommen, nachdem er von Serbien illegal eingereist war. Der 35-Jährige ist bereits zu einer unbedingten Freiheitsstrafe von neun Jahren verurteilt worden.

Ausgangspunkt der Ermittlungen war ein vertraulicher Hinweis auf zwei schwer drogenabhängige Dealer, der bei der Polizei in Scharnstein einging. Die Folgeermittlungen konzentrierten sich dann auf die Lieferanten. Es konnte ein 28-jähriger Kroate ausgeforscht werden, der nach einer langjährigen Haftstrafe wegen Drogenhandels erst Ende Oktober 2019 seine Freiheit erlangt hatte und sofort wieder in das Drogengeschäft mit Verkauf von Kokain und Ecstasy eingestiegen war.

Ein 30-jähriger Nordmazedonier belieferte unter anderem den Kroaten mit größeren Mengen Heroin, die er im Ausland erwarb und nach Österreich schmuggelte. Auch der 35-jährige Serbe zählte zu den Lieferanten. Laut Polizei war der Mann wiederholt in Haft und wurde auch nach Serbien angeschoben. Offenbar direkt nach seiner Abschiebung begann er mit dem Aufbau von Lieferschienen nach Österreich, vor allem im Welser Raum. 

Sein 29-jähriger Bruder war dabei sein Komplize. Dieser soll das Suchtgift per Reisebussen nach Österreich geschmuggelt haben. 

Als der 35-Jährige festgenommen wurde, bedrohte er nicht nur die Ermittler massiv. Auch seiner Frau schickte er per Messenger-Nachrichten Todesdrohungen, weil er sich von ihr verraten fühlte. Auch die Frau wurde festgenommen. Die dreijährige Tochter ist inzwischen in der Obhut des Jugendamtes. 

 

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