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Oberösterreich

Kirchenreform: "Wir haben den Stress aus dem Zeitplan herausgenommen"

27. September 2019 00:04 Uhr

Der Linzer Diözesanbischof Manfred Scheuer

WELS. 2020 könnten "Pionierpfarren" beginnen, die neue Struktur der Diözese Linz umzusetzen.

"Wir hatten Bürgermeister bei den Resonanztreffen, die gesagt haben: ,Was ihr als Diözese da macht, müssten wir als Gemeinden eigentlich auch tun‘", sagte Bischof Manfred Scheuer gestern im Schloss Puchberg. Dort stellte er mit Pastoralamtsleiterin Gabriele Eder-Cakl und Generaldechant Slawomir Dadas ein Zwischenergebnis zur Strukturreform der Diözese Linz vor. Geplant ist, wie berichtet, statt Dekanaten neue Pfarren zu gründen, in denen die 487 Pfarrgemeinden zusammengefasst sind.

Seit der ersten Präsentation der Reform im Jänner gab es knapp 90 Resonanztreffen und rund 16.000 Eingaben von haupt- und ehrenamtlichen Kirchenmitarbeitern. Diese hat die Pädagogische Hochschule der Diözese über den Sommer ausgewertet und eingearbeitet. Die wichtigsten Änderungen:

Pfarrgrenzen zu 90 Prozent fix: Aus den 39 Dekanaten werden nicht wie bisher geplant 35, sondern rund 40 Pfarren mit jeweils etwa acht bis 14 Pfarrgemeinden. Bei den vier Innviertler Pfarren Altheim, Riedau, Dorf/Pram und Feldkirchen bei Mattighofen wird die Zugehörigkeit zur neuen, größeren Pfarre noch offengelassen. Die endgültigen Pfarrgrenzen sollen bis Ende Jänner 2020 feststehen.

Ehrenamtliche Mitarbeiter: Der oft geäußerten Sorge, nicht genug Ehrenamtliche für die neuen Strukturen zu finden, wird mit einer Verkleinerung der geplanten Seelsorgeteams von sechs auf mindestens drei Personen begegnet. Diesem Team kann auch ein hauptamtlicher Seelsorger angehören. Sie sollen Ehrenamtliche verstärkt unterstützen. "Wir machen deutlich, dass ehrenamtliche Mitarbeiter die hauptamtlichen nicht ersetzen können", sagt Dadas, Leiter der Strukturreform. Außerdem wird die Spesenvergütung für Ehrenamtliche neu definiert.

Anzahl der Gremien: Wegen der Befürchtung, mit der neuen Struktur könnten Anzahl der Gremien und Sitzungszeit in den neuen, größeren Pfarren stark zunehmen, müssen nun nur noch ein Pastoralrat und ein Wirtschaftsrat verpflichtend eingerichtet werden.

Der weitere Zeitplan: "Wir haben den Stress aus dem Zeitplan herausgenommen", sagt Eder-Cakl, Leiterin des Zukunftsweges. Im Oktober finden Regionaltreffen in Linz, Wels, Steyr, Laakirchen und Riedberg statt, Mitte November und Ende Jänner gibt es Diözesanforen. Dort soll die Kirchenbasis über die Struktur abstimmen. Bis Ende Februar 2020 fällt Bischof Scheuer eine Entscheidung.

Umsetzung der Strukturreform: Im September 2020 könnten bis zu sieben "Pionierpfarren" starten. Ein Jahr später dürfte es erste Gründungen der neuen Pfarren geben. Pro Jahr sollen acht bis 14 alte Pfarren starten. Damit ist die Strukturreform frühestens 2024, spätestens 2026 beendet. (rela)

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