Lade Inhalte...
  • NEWSLETTER
  • ABO / EPAPER
  • Lade Login-Box ...
    Anmeldung
    Bitte E-Mail-Adresse eingeben
    Bitte geben Sie Ihre E-Mail-Adresse oder Ihren nachrichten.at Benutzernamen ein.

gemerkt
merken
teilen

Keuchhusten: Drei Babys in Oberösterreich lebensgefährlich erkrankt

Von Barbara Rohrhofer, 12. Juni 2024, 16:13 Uhr
Mom with newborn baby
Mütter und enge Familienangehörige sollten ihren Impfstatus vor der Geburt eines Kindes überprüfen lassen. Bild: Alena Ozerova

Bei ungeimpften Säuglingen und Kleinkindern kann Pertussis zu schweren Atemwegsinfektionen führen

„Wir mussten in den vergangenen Wochen gleich drei Babys – alle unter zwei Monaten alt – intensivmedizinisch betreuen, weil sie an Keuchhusten leiden“, sagt Oberärztin Ariane Biebl von der Universitätsklinik für Kinder- und Jugendheilkunde am Kepler Universitätsklinikum. Eines des Kinder liege nach wie vor auf der Intensivstation. Bei ihm musste das Blut zweimal ausgetauscht werden, da sich die weißen Blutkörperchen im Rahmen der Infektion unkontrolliert vermehrt haben. Ein zweites Kind befindet sich in „einer sehr schwierigen Situation“, da durch den Husten ein Blutgefäß im Kopf geplatzt ist. Der dritte kleine Patient leidet an einer angeborenen schweren Muskelschwäche und muss nun im Rahmen seines Keuchhustens wieder mit Maske in der Atmung unterstützt werden.

Infektiologin, Oberärztin Ariane Biebl
Infektiologin, Oberärztin Ariane Biebl Bild: KUK/Mathias Lauringer/SoulSpaceStudi

Impfen ab 9. Lebenswoche

Keuchhusten, auch Pertussis genannt, wird durch das Bakterium Bordetella pertussis verursacht. Pertussis wird durch Tröpfcheninfektion übertragen und ist hochansteckend. „Bei ungeimpften Säuglingen und Kleinkindern führt Pertussis zu schweren Atemwegsinfekten mit typischen heftigen Hustenattacken“, sagt Ariane Biebl. „Weil man erst ab der neunten Lebenswoche impfen kann, wurde Keuchhusten in allen Fällen von Erwachsenen auf das Kind übertragen – und nicht umgekehrt“, sagt Biebl und appelliert an alle werdenden Mütter, sich noch in der Schwangerschaft gegen Keuchhusten impfen zu lassen, da dieser Schutz auf das Kind übergeht. Diese Impfung wird auch offiziell empfohlen. Auch alle Familienangehörigen und enge Kontaktpersonen sollten sich ebenfalls vor der Geburt eines Kindes den Impfstatus überprüfen und ergänzen lassen.

Seit dem Vorjahr steigen die Fälle der hochansteckenden Erkrankung, im Vorjahr wurden österreichweit 2780 Fälle gemeldet. „Diese Zahl wird heuer sicherlich höher sein“, sagt Biebl. Das namensgebende keuchende Geräusch der Erkrankung entsteht aufgrund der geschwollenen Atemwege beim Einatmen. Für gesunde Erwachsene ist eine Infektion weniger gefährlich.

„Sehr gefährlich ist Keuchhusten – wie gesagt – für Säuglinge. Diese fallen nicht unbedingt mit Husten auf, sondern hören auf zu trinken und werden schlapp. Gefährlich sind dann Atemaussetzer, die durch die Infektion verursacht werden, insbesondere im Schlaf. „Neugeborene und kleine Säuglinge sollten bei jeder vermeintlich harmlosen Erkältung auf Keuchhusten untersucht werden“, rät Ariane Biebl. Die Erkrankung wird oft, wenn überhaupt, erst spät erkannt, und wird oft durch Erwachsene oder Geschwisterkinder übertragen. Eine Impfung senkt das Ansteckungsrisiko deutlich. Kommt es trotzdem zur Krankheit, sind die Symptome milder. Das Problem ist, dass die Impfung nach einigen Jahren nicht mehr so gut wirkt. Daher sind Auffrischungsimpfungen wichtig. 

Infos zur Impfung

  • Die Impfung wird im Rahmen der 6-fach-Impfung im 3., 5. und 11.-12. Lebensmonat verabreicht und ist kostenfrei.
  • Im Schulalter wird eine Kombinationsimpfung mit Diphtherie, Wundstarrkrampf und Kinderlähmung im 7.-9. Lebensjahr wiederholt.
  • Nach der Grundimmunisierung im Säuglingsalter und Auffrischungsimpfung im Schulalter soll bis zum vollendeten 60. Lebensjahr eine Auffrischungsimpfung mit Keuchhusten als Kombinationsimpfstoff mit Diphtherie, Wundstarrkrampf und Kinderlähmung alle zehn Jahre erfolgen.
mehr aus Oberösterreich

Sensation im Zoo Schmiding: Gorillababy geboren

Richtige Wettermischung: Gutes Schwammerljahr dank Hitze und Regen

Serientäterin (41) ging in Spielzeuggeschäften auf Diebestour

Bis zu 32 Grad: Stabile Wetterlage steht in den kommenden Tagen bevor

Autorin
Barbara Rohrhofer
Leiterin Redaktion Leben und Gesundheit
Barbara Rohrhofer
Lädt

info Mit dem Klick auf das Icon fügen Sie das Schlagwort zu Ihren Themen hinzu.

info Mit dem Klick auf das Icon öffnen Sie Ihre "meine Themen" Seite. Sie haben von 15 Schlagworten gespeichert und müssten Schlagworte entfernen.

info Mit dem Klick auf das Icon entfernen Sie das Schlagwort aus Ihren Themen.

Fügen Sie das Thema zu Ihren Themen hinzu.

24  Kommentare
24  Kommentare
Neueste zuerst Älteste zuerst Beste Bewertung
fan1 (339 Kommentare)
am 13.06.2024 21:08

War 2019 die schlimmste Erkrankung meines Lebens .Mit vollen Programm Notzarzteinsatz und langer KH Aufenthalt.4Krankenstsnd,jetzt geimpft!!!

lädt ...
melden
antworten
elhell (2.228 Kommentare)
am 13.06.2024 19:32

Meine Hausärztin hat schon 2018 erzählt, dass von vielen ausgestorben geglaubten Krankheiten u.a. auch der Keuchhusten wieder auf dem Vormarsch ist.
Damals war von COVID noch keine Rede, aber damals traten schon die selbst geimpften Impfgegner/-innen im großen Stil auf und argumentierten, welchen Wahnsinn wir unseren Kindern antäten, sie prophylaktisch gegen Krankheiten zu impfen.

lädt ...
melden
antworten
dachbodenhexe (5.759 Kommentare)
am 13.06.2024 16:22

Mich wundert es, dass die OÖN meinen Kommentar entfernt haben ind welchem ich nur eine Tatsache geschrieben habe. Nämlich die Tatsache, dass mein Sohn gegen keuschhusten geimpft war und trotzdem an Keuchhusten erkrankt ist.

Mich würde nur interessieren warum dies möglich war.

lädt ...
melden
antworten
mehlknödel (3.590 Kommentare)
am 13.06.2024 17:33

Geh, kennst dich nicht mehr aus? Das hast unter einem anderen Bericht behauptet und dort steht's auch nach wie vor.

Es glaubt dir aber eh keiner.

lädt ...
melden
antworten
supercat (5.636 Kommentare)
am 13.06.2024 17:55

dachbodenhexe....dein Interesse ist umsonst, weil'st im falschen Artikel bist......peinlich, gell

lädt ...
melden
antworten
derkommentator (2.290 Kommentare)
am 12.06.2024 19:50

Sind Oma und Opa gefährdet durch Impfung?
Wäre informativ.

Was machen wir mit den Ü60 jährigen? Wegsperren?

lädt ...
melden
antworten
santabag (6.407 Kommentare)
am 12.06.2024 20:15

Warum wollen Sie hier so dümmlich provozieren! Freuen Sie sich, wenn Kinder sterben? Sind Sie nüchtern? FPÖ-Wähler?

lädt ...
melden
antworten
Juni2013 (10.400 Kommentare)
am 13.06.2024 18:43

Da nach einer Impfung die Immunität nachlässt soll bis zum vollendeten 60. Lebensjahr eine Auffrischungsimpfung mit Keuchhusten (Kombinationsimpf) alle 10 Jahre und ab dem vollendeten 60. Lebensjahr alle 5 Jahre erfolgen.
Oma und Opa sind durch die Impfung NICHT gefährdet. Gefährdet jedoch durch ein erkranktes Enkelkind, wenn sie ungeimpft sind

lädt ...
melden
antworten
soistes (832 Kommentare)
am 12.06.2024 19:33

Nicht Geimpfte die Behandlungskosten zahlen lassen!
Dann würde sich das schnell wieder ändern!

lädt ...
melden
antworten
soistes (832 Kommentare)
am 12.06.2024 19:22

Geht impfen,Leute! Bitte!!!

lädt ...
melden
antworten
Philantrop (480 Kommentare)
am 12.06.2024 19:03

Drei Kollegen kamen vor Jahren von einer Flugreise mit Keuchhusten zurück - sie husteten sich ca. 3 Wochen lang fast die Lunge heraus...

lädt ...
melden
antworten
spoe (14.371 Kommentare)
am 12.06.2024 17:10

Die Eigenverantwortung im Bereich der Gesundheit geht leider immer mehr verloren, wenn der Staat und die Unternehmen (fast) alle Kosten im Krankheitsfall übernehmen.

Das hat auch einen Einfluss auf die schlechte Impfmoral bei den bekannten und jahrzehntelang getesteten üblichen Impfungen. Es fürchtet sich kaum jemand mehr vor Krankheiten, der Respekt und das Wissen sind komplett verloren gegangen.

Und natürlich hilft der fragwürdige Umgang mit dem Thema während COVID auch nicht wirklich.

lädt ...
melden
antworten
Natscho (5.093 Kommentare)
am 12.06.2024 17:31

Du würdest mittelloee Kranke alse verrecken lassen?
Unser solidarisches Gesundheitssystem ist gut und richtig!
was es braucht ist Bildung und Bekämpfung von Pseudowissenschsaft.
Rudolph Steiner hat viel Schaden im deutschsprachigen Raum verursacht

lädt ...
melden
antworten
Natscho (5.093 Kommentare)
am 12.06.2024 17:32

*Rudolf Steiner

und man verzeihe die Tippfehler
bearbeiteten geht ja leider nicht

lädt ...
melden
antworten
Floh1982 (2.397 Kommentare)
am 12.06.2024 17:03

Da haben die Impfgegner ja wieder einmal einen vollen Erfolg zu verzeichnen!

lädt ...
melden
antworten
linz2050 (6.777 Kommentare)
am 12.06.2024 17:08

Lieber lassen sie ihr Kind Sterben als von der vorgegeben Partei Ideologie zu steigen. Ja wenn der möchtegern Volkskanzler sagt >Ivermectin hilft< wozu braucht man dann eine Impfung?

lädt ...
melden
antworten
betterthantherest (35.250 Kommentare)
am 12.06.2024 16:23

bietet die Keuchhustenimpfung eine sterile Immunität, d. h. eine Impfung verhindert die Weitergabe?

lädt ...
melden
antworten
Juni2013 (10.400 Kommentare)
am 12.06.2024 16:53

Nachlesen!

lädt ...
melden
antworten
linz2050 (6.777 Kommentare)
am 12.06.2024 17:06

@letzterrest
Wieso fragst du? Du bist ja eh Virologe und weißt auch immer alles besser als die anderen.

lädt ...
melden
antworten
MannerW (2.950 Kommentare)
am 12.06.2024 18:07

Bei einer Impfung schütze ich mich (bzw mein Kind) selbst.
Wenn die Durchimpfungsrate hoch ist, werden selten bis gar keine Fälle mehr auftreten, das sollte doch Ziel einer Impfung sein (siehe Polio, Masern, und - wie früher - Keuchhusten).

lädt ...
melden
antworten
a_nungsvoll (1.265 Kommentare)
am 12.06.2024 20:03

Ich finde es sehr bedenklich, dass es immer noch Menschen gibt, die nicht verstehen, wie eine Impfung grundsätzlich wirkt.

lädt ...
melden
antworten
santabag (6.407 Kommentare)
am 12.06.2024 20:18

betterblabla, warum müssen Sie ständig provozieren? Wozu stellen Sie hier ihre dumme Frage herein, wenn Sie doch sonst allen anderen Postern erklären, wo sie nachschauen sollen?

Erkundigen Sie sich einfach selbst, und machen Sie hier herinnen keinen Wind! Der stinkt nämlich nach Blaubraun!

lädt ...
melden
antworten
linz2050 (6.777 Kommentare)
am 12.06.2024 22:00

Der provoziert nicht ... der ist so ... darum wünscht er sich einen Volkskanzler den selbst hat er nur die 9jährige Volksschule hinter sich ...

lädt ...
melden
antworten
neptun (4.163 Kommentare)
am 13.06.2024 12:47

Aber nur 6 Klassen geschafft.

lädt ...
melden
antworten
Aktuelle Meldungen