Lade Inhalte...

Innviertel

"Wir wollen bester Lehrlingsausbildner werden"

Von Monika Raschhofer  29. Januar 2020 00:04 Uhr

"Wir wollen bester Lehrlingsausbildner werden"
Michael Benninger, Juniorchef der Firma Promotech, erklärt Landeshauptmannstellvertreterin Christine Haberlander, dass ihm die Lehrlingsausbildung ein besonderes Anliegen ist. Unternehmensgründer Günter Benninger (rechts) übergibt das Unternehmen schrittweise.

SCHALCHEN. Schalchner Elektronikfirma setzt auf die Jugend, um den Facharbeitermangel in den Griff zu kriegen.

"Jeder Lehrling, der nach seiner Abschlussprüfung bei uns bleibt, ist für uns ein Erfolg", betont Michael Benninger, Geschäftsführer der Firma Promotech in Schalchen, die sein Vater Günter Benninger 1995 gegründet hat und die nun schrittweise der zweiten Generation überantwortet wird. Jeder Jugendliche, der eine Lehre bei der wachsenden Elektronikfirma beginnt, habe somit eine Einstellungsgarantie, ergänzt Michael Benninger.

Entsprechend wichtig sind ihm die Lehrwerkstätte und die Erfolge bei Lehrlingswettbewerben. Wenn sich Schüler für Technik interessieren, ist Promotech auch ein verlässlicher Sponsorpartner, etwa bei der Lego-League, regional organisiert von Techno-Z-Leiter Herbert Ibinger. Die Ausbildung ist ein Strategieprojekt des Unternehmens Promotech, das der Junior hauptverantwortlich betreut. Auch die Bereiche Kundenbetreuung und Qualitätssicherung sind bereits übergeben, um die Finanzen kümmert sich noch der Firmengründer. Geplant ist auch der Einstieg des zweiten Sohns, der derzeit noch ein technisches Doppelstudium absolviert. Mit zehn Mitarbeitern hat Günter Benninger vor 25 Jahren angefangen, mittlerweile sind es 300, das Werk wurde kontinuierlich ausgebaut. Und es gibt noch Reserven für weitere Hallen am Standort im Nordwesten von Schalchen, sollte es nötig werden.

Die Elektronikbauteile, die das Werk verlassen, gehen zu hundert Prozent in den Export. Automobil- und Nutzfahrzeug-Hersteller sind die Kunden. Dass der Automobilsektor momentan nicht sonderlich prosperiert, macht den Promotech-Chefs keine großen Sorgen. "Auch wenn weniger Autos produziert werden – die Elektronikbauteile werden immer mehr", sagt Michael Benninger und nennt Parksensoren, Airbag-Bauteile, Toter-Winkel-Assistenten und Multifunktionslenkräder als Beispiele. Um 7,5 Prozent konnte 2019 das Betriebsergebnis gesteigert werden.

Kleiner Player mit Know-how

Auf eigene Entwicklungen und Komponenten-Fertigung vor Ort setzt das Unternehmen. "In den Produkten ist unser Know-how drin", betont Benninger junior anlässlich des Besuchs der ÖVP-Politiker der Landesregierung. Und bleibt am Boden: "Im weltweiten Vergleich sind wir ein kleiner Player."

Den Beschäftigten werden Gesundheitsprojekte angeboten, es gibt die Möglichkeit, mittags in der Firma zu essen, und nach Möglichkeit auch Homeoffice für Pendler. "Unser größtes Kapital waren, sind und bleiben die Mitarbeiter, nicht die Anlagen", betont Firmengründer Günter Benninger. Und zieht, was die Zukunft des Unternehmens betrifft, einen Vergleich zum Skifahren: "Die Kanten sind geschärft. Wir sind gerüstet, falls stürmischere Zeiten kommen."

Interessieren Sie sich für diesen Ort?

Fügen Sie Orte zu Ihrer Merkliste hinzu und bleiben Sie auf dem Laufenden.

Artikel von

Monika Raschhofer

Lokalredakteurin Innviertel

Monika Raschhofer
Lädt
turned_in

info Mit dem Klick auf das Icon fügen Sie das Schlagwort zu Ihren Themen hinzu.

turned_in

info Mit dem Klick auf das Icon öffnen Sie Ihre "meine Themen" Seite. Sie haben von 15 Schlagworten gespeichert und müssten Schlagworte entfernen.

turned_in

info Mit dem Klick auf das Icon entfernen Sie das Schlagwort aus Ihren Themen.

turned_in

Fügen Sie das Thema zu Ihren Themen hinzu.

mehr aus Innviertel

0  Kommentare expand_more 0  Kommentare expand_less