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Innviertel

Winter mit Schnee, aber ohne Rennen

Von Elisabeth Ertl  04. Februar 2021 18:04 Uhr

Winter mit Schnee, aber ohne Rennen
Rennläufer wie Christoph Zweimüller (SCU Hohenzell) müssen heuer eine Zwangspause einlegen.

INNVIERTEL. Regionale Gebiets- und Bezirkscuprennen wurden abgesagt – Kinderrennen wären wieder möglich, sind aber aufgrund der vielen Auflagen für einzelne Vereine nicht bewältigbar.

Flotte Schwünge, Bestzeiten, Spitzenplätze und neue Talente – darüber berichteten Volkszeitung und Braunauer Warte am 6. Februar 2020. Damals war die 34. Auflage des Fischer-Raika-Sport Rinnerthaler Skicups in vollem Gange. Doch kurz darauf machte auch der Skisport coronabedingt eine Vollbremsung und ist seither nicht mehr in Fahrt gekommen. Nach diversen Besprechungen von ÖSV (Österreichischer Skiverband), Bundesministerium und in Abstimmung mit den Landesskiverbänden wurde für den Breitensport festgelegt, dass bis Saisonende keinerlei Skirennen in den Jugend- und Altersklassen stattfinden werden.

Anders ist die Situation in den Kinder- und Schülerklassen. Dort wären Rennen seit Ende Jänner – theoretisch – wieder möglich. De facto seien die Vorgaben für einzelne Vereine aber nicht umsetzbar. "Es gelten weitestgehend die Richtlinien aus dem Profisport mit einem verpflichtendem Covid-19-Präventionskonzept inklusive der PCR- bzw. Antigentests für Rennläufer, Eltern, Betreuer, dem Personal des Veranstalters und weiteren Auflagen. Dieser Aufwand wäre für einen Verein einfach nicht bewältigbar", sagt Gebietsreferent August Kreuzhuber, der seit vielen Jahren den Fischer Skicup organisiert und Sektionsleiter des SCU Hohenzell ist.

Winter mit Schnee, aber ohne Rennen
Mitglieder des SC Schardenberg nützen die Pause, um sich weiterzubilden.

Leerer Rennkalender

Kreuzhuber war kürzlich auch Teilnehmer an einer Videokonferenz des Landesskiverbandes in der beschlossen wurde, dass sämtliche regionale Gebiets- und Bezirkscuprennen für den Winter 2020/21 aus dem Rennkalender gelöscht werden. Diese Entscheidung betrifft auch die fünf geplanten Rennen zum 35. Fischer-Raika-Sport Rinnerthaler Skicup der Bezirke Ried und Braunau. Ein Beschluss, der zwar schmerze, für August Kreuzhuber aber aus mehreren Gründen richtig ist. "Die Vereine konnten in den vergangenen Monaten ihr gewohntes Technikprogramm nicht durchführen, da bis Weihnachten alle Lifte geschlossen waren. Außerdem sind seit 22. Dezember auch Gruppentrainings verboten. Ohne diese Grundlagen wäre auch ein stangengebundenes Training in gewohnter Qualität nicht möglich. Darüber hinaus wäre die Verletzungsgefahr, wenn die Basics fehlen, viel zu hoch", ist der Gebietsreferent überzeugt.

Ganz ähnlich sieht das auch Albert Scharnböck (kleines Foto), Obmann des SC Schardenberg, der mit 1200 Mitgliedern zu einem der größten Skiclubs Oberösterreichs gehört. "Die Skigymnastik und das ganze Drumherum fehlen einfach. Wir befinden uns quasi im Winterschlaf und das zu einer Zeit, wo bei uns im Normalfall Hochbetrieb herrscht", sagt Scharnböck. Damit das Rennteam seines Vereins trotz fehlender Wettkämpfe nicht einrostet, dafür sorgen engagierte Instruktoren, die mit ein paar hoch motivierten Sportlern unter anderem am Hochficht trainieren. Andere Möglichkeiten, wie jene in Mitterfirmiansreut (Bayern), fallen derzeit wegen der verschärften Ein- und Ausreisebestimmungen gänzlich weg. "Das macht die Sache ziemlich mühselig und so wird es auch schwierig, dass die richtig guten Läufer ihr Niveau halten können. Nichtsdestotrotz wären unsere Sportler jederzeit startklar. Sie haben ihren Biss nicht verloren und würden sich über jedes Rennen freuen", sagt Albert Scharnböck.

Keine Skikurse

Trotz reger Nachfrage ist auch die Durchführung von Gruppen-Skikursen für Vereine aktuell nicht möglich. Somit bleibt den vielen skibegeisterten Innviertlern derzeit nur die Hoffnung, dass die Corona-Pandemie bis zum nächsten Winter weitgehend abgeklungen ist. Bis dahin appelliert Gebietsreferent August Kreuzhuber an das Durchhaltevermögen der Vereine und ihrer Mitglieder: "Diese herausfordernde Zeit verlangt uns allen eine Menge ab. Aber es wird eine ‘Zeit danach’ geben und darauf freuen wir uns schon jetzt. Dann wollen wir die Rennläufer und Kinder wieder für den Skisport begeistern."

Artikel von

Elisabeth Ertl

Lokalredakteurin Innviertel

Elisabeth Ertl
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