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Innviertel

Wer hat bei den Stichwahlen morgen die Nase vorne?

Von Thomas Streif und Roman Kloibhofer  09. Oktober 2021 01:22 Uhr

Wer hat bei den Stichwahlen morgen die Nase vorne?
Stichwahl am Sonntag

RIED/SCHÄRDING. Bürgermeister-Stichwahlen: Mehrere enge Duelle werden in den Bezirken Ried und Schärding erwartet.

In neun Gemeinden in den Bezirken Ried und Schärding finden morgen Bürgermeister-Stichwahlen statt. Spannung ist vorprogrammiert. Die ersten Wahllokale schließen um 13 Uhr, in Ried, Raab und Schärding ist erst um 15 Uhr Schluss. Die Innviertler Nachrichten haben sich die Ausgangslage in den beiden Bezirksstädten sowie in Eberschwang und Raab angesehen. Alle Infos zur Wahl gibt es morgen unter nachrichten.at bei einem Liveticker.

Ried im Innkreis

Wer folgt Rieds Stadtchef Albert Ortig (ÖVP) nach 27 Jahren an der Spitze der Bezirkshauptstadt nach? Die klar bessere Ausgangslage hat Politik-Neueinsteiger Bernhard Zwielehner (45) von der ÖVP, der im ersten Wahlgang mit 39,22 Prozent ein sehr gutes Ergebnis erreichte.

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Bernhard Zwielehner (ÖVP)

Als Herausforderer und Außenseiter geht FPÖ-Vizebürgermeister und Bundesrat Thomas Dim, der bei der Wahl am 26. September auf 21,73 Prozent kam, an den Start. Egal, wie die Wahl ausgeht: Die neue politische Stadtspitze steht vor vielen Herausforderungen, vor allem wegen der "Causa Energie Ried".

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Thomas Dim (FPÖ)

Die Ermittlungen rund um den stadteigenen Strombetreiber, die OÖN berichten laufend, wird möglicherweise massive finanzielle Auswirkungen auf die Stadt haben.

Eberschwang

Viel Spannung verspricht die Stichwahl in Eberschwang. Josef Bleckenwegner (SPÖ) droht nach mehr als 20 Jahren der Verlust des Bürgermeistersessels.

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Josef Bleckenwegner (SPÖ)

Bleckenwegner erreichte im ersten Durchgang lediglich 36,81 Prozent. Herausforderer Patrick Lang von der ÖVP hatte mit 43,4 Prozent die Nase vorne. "Ich glaube, dass es unglaublich knapp wird. Dass ich im ersten Wahldurchgang auf dem ersten Platz gelandet bin, hat mich positiv überrascht. Jetzt hoffe ich, dass die Eberschwanger noch einmal für mich stimmen", sagt der 33-jährige Lang.

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Patrick Lang (ÖVP)

"Ich würde gerne noch eine ganze Periode mit voller Kraft für Eberschwang arbeiten", sagt Bleckenwegner. Mit dem Ergebnis vom 26. September könne er freilich nicht zufrieden sein, eine Fehleranalyse werde es nach der Wahl geben, kündigt der SPÖ-Bürgermeister an.

Schärding

In Schärding kommt es zu einer Neuauflage der Stichwahl von 2015 zwischen ÖVP-Langzeit-Stadtchef Franz Angerer (seit 2003) und Vizebürgermeister Günter Streicher (SPÖ).

Wer hat bei den Stichwahlen morgen die Nase vorne?
Franz Angerer (ÖVP)

Vor zwei Wochen wählten 44,16 Prozent Angerer, für Streicher stimmten 34,39 Prozent. "Ich bin sehr zuversichtlich, weil ich glaube, dass ich durch meine Erfahrung und Kompetenz, die ich mir in den letzten Jahren aufbauen konnte, Schärding helfen kann, eine Wohlfühlstadt zu bleiben", sagt Angerer. Dabei seien seine guten Kontakte zum Land und Bund ein sehr großer Vorteil.

Wer hat bei den Stichwahlen morgen die Nase vorne?
Günter Streicher (SPÖ)

"Ich hoffe und glaube an eine Überraschung, weil ich sehr viel Unterstützung spüre. Ich bin zuversichtlich und entspannt", sagt Streicher.

Bei der Stichwahl 2015 erreichte Streicher 45,43 Prozent.

Raab

Die knappste Entscheidung bei den Stichwahlen im Bezirk Schärding wird in Raab erwartet. Dort treten Alois Mayr (ÖVP) und Agnes Reiter (Liste Raab) erstmals zur Wahl an.

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Alois Mayr (ÖVP)

Es waren nur 22 Stimmen Überhang, die im ersten Wahlgang die Mehrheit zugunsten der Liste-Raab-Kandidatin Agnes Reiter ausgemacht haben. Im Rennen um die Nachfolge von FPÖ-Bürgermeister Josef Heinzl (seit 2015 im Amt) lag die Ex-ÖVP-Mandatarin gegenüber dem ÖVP-Kandidaten Alois Mayr um einen Hauch voran.

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Agnes Reiter (Liste Raab)

Diese Entscheidung in der gut 2200 Einwohner zählenden Gemeinde könnte knapp ausfallen. Dass sie gegen einen Ex-Parteikollegen antrete, sehe sie "ganz sachlich", sagt Agnes Reiter. Alois Mayr habe in der Abspaltung zwar einen Vertrauensbruch gesehen, einer Zusammenarbeit mit Agnes Reiter stehe deshalb aber nichts im Weg.

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