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Viel Wirbel um verkauftes Straßenstück

HÖHNHART, ASPACH. Unmut in Höhnhart ist groß: Die Gemeinde Aspach verkaufte ein Straßenstück an der Gemeindegrenze; Weg kann von Anrainern nicht mehr wie gewohnt genutzt werden.

Viel Wirbel um verkauftes Straßenstück

Der Weg bei der Witzmannmühle soll für den Durchzugsverkehr gesperrt werden. Bild: lp

Die Anrainer in Höhnhart sind sauer. Still und heimlich habe die Gemeinde Aspach das Straßenstück, das durch das Betriebsgebiet der Witzmannmühle führt, an Geschäftsführer und Aspacher VP-Gemeinderat Anton Witzmann verkauft, so der Vorwurf. Die Durchfahrt soll künftig nicht mehr wie gewohnt möglich sein, nur einige umliegende Landwirte aus Aspach dürften den Weg mit einer Ausnahmegenehmigung uneingeschränkt passieren.

Betroffen sind vor allem Bürger der Höhnharter Ortsteile Herbstheim, Buchberg und Diepoltsham. Sie benutzten den Weg bisher, um zum Altstoffsammelzentrum oder zum Supermarkt in Aspach zu gelangen. Bald müssten sie einen Umweg von etwa zwei Kilometern auf sich nehmen. "Eine Frechheit", sagt Anrainer Franz Maier. "Es wird immer von Brücken bauen gesprochen. Das was hier abläuft, ist das genaue Gegenteil", sagt Franz Reinthaler, der die Straße bisher viel und oft nutzte.

Sichtlich enttäuscht ist auch Höhnharts Bürgermeister Erich Priewasser (ÖVP). Vor allem die Vorgehensweise stößt ihm bitter auf. "Ich habe erst eine Woche nach dem Gemeinderatsbeschluss davon erfahren, kurz vor den Weihnachtsfeiertagen", sagt Priewasser verärgert. "Da war es zu spät, um zu handeln. Ich wurde vor vollendete Tatsachen gestellt." Das Vorhaben sei zuvor auf der Aspacher Amtstafel ausgehängt gewesen.

Vorschlag: Umfahrung bauen

Die einzig vernünftige Lösung laut Priewasser sei eine Umfahrung um die Witzmannmühle. Eigentümer Anton Witzmann möchte zu dieser Angelegenheit keine Stellung nehmen. Dem Vernehmen nach soll er aber nicht dazu bereit sein, Grund dafür abzutreten.

Priewasser fühlt sich vor den Kopf gestoßen und reagiert mit einer Umfrage in den betroffenen Ortsteilen. Den Bürgern stehen zwei Optionen zur Auswahl. Entweder wird es eine Schranke geben, der eine Durchfahrt zu den Betriebszeiten der Mühle, montags bis freitags, von 7 bis 18 Uhr, ermöglicht. Oder es wird auf der weiterführenden Straße im Höhnharter Gemeindegebiet ein Teilstück für den gesamten Verkehr gesperrt. So können auch die Landwirte, die von Aspach kommen, die Straße nicht mehr benützen. "Im Sinne von: Gleiches Recht für alle", sagt Priewasser, der es bedauert, zu diesen Mitteln greifen zu müssen.

Lieber wäre es ihm gewesen, vorab einen Kompromiss zu finden. Sollten sich die Gemeindebürger nun aber für eine Totalsperre aussprechen, stehe das Ortsoberhaupt hinter der Entscheidung und sehe sich in der Pflicht, entsprechend zu handeln. Die Zusammenarbeit mit der Gemeinde Aspach sei zuvor stets eine sehr gute gewesen, betont er.

"Angelegenheit abgeschlossen"

Der Aspacher Bürgermeister Karl Mandl (ÖVP) sagt dazu: "Der Gemeinderat der Marktgemeinde Aspach hat wegen mangelnder Verkehrsbedeutung ein an die Gemeindegrenze angrenzendes Straßenteilstück aufgelassen und dem Nachbarn zum Kauf angeboten. Dadurch fallen für die Gemeinde die Straßenerhaltungs- und Verkehrssicherungskosten weg. Die Straßenauflassung wurde wie gesetzlich vorgesehen öffentlich kundgemacht, transparent von den zuständigen Organen der Marktgemeinde Aspach entsprechend den bestehenden Richtlinien durchgeführt. Für die Marktgemeinde Aspach ist die Angelegenheit abgeschlossen."

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Artikel OÖN 21. Februar 2019 - 07:31 Uhr
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