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Videobrillen lenken Patienten am Weg in den OP-Saal ab

Von OÖN   24.September 2020

Videobrillen lenken Patienten am Weg in den OP-Saal ab
Die Videobrille aufgesetzt, und abgelenkt geht es in den OP-Saal.

Mit Videobrillen können sich Patienten während der Fahrt in den Operationssaal ablenken lassen. Vor allem jene, die lieber nichts von der Umgebung Operationssaal mitbekommen wollen. Im Krankenhaus der Barmherzigen Schwestern Ried werden diese Brillen besonders oft bei Kindern eingesetzt. Kinderfilme, Dokumentationen, Serien oder Spielfilme stehen für Patientinnen und Patienten zur Verfügung. Die Vorbereitung auf eine Operation und die Zeit der Narkose sind für viele Patientinnen und Patienten nur schwer vorstellbar. Die Angst vor Schmerzen und Kontrollverlust empfinden viele Menschen als sehr unangenehm und sie führen häufig zu innerer Unruhe.

Eine beruhigende Wirkung

Noch schwieriger ist es für Kinder, mit dieser völlig ungewohnten Situation umzugehen. Um die Kinder vor einer Operation zu beruhigen, setzt man im Krankenhaus der Barmherzigen Schwestern Ried seit einigen Monaten auf den Einsatz von Videobrillen. "Ich bin begeistert von der positiven Wirkung auf unsere kleinen Patientinnen und Patienten. Die Kinder, die auf dem Weg in den OP einen Film ansehen, sind viel stressfreier und benötigen auch kaum Medikamente zur Beruhigung", sagt Gefion Gerner-Forstinger, Leiterin des Teams der Kinderanästhesie.

Beruhigung auch für Eltern

Weiterer positiver Effekt der Videobrillen: Die Nervosität lässt auch bei den Eltern nach, wenn sie sehen, dass dadurch die Anspannung bei ihren Kindern nachlässt.

Besonders häufig wählen die Kinder einen Film der Serie "Wickie und die starken Männer". Die spannenden Geschichten lenken sie optimal ab. Die Videobrillen sind hygienisch unbedenklich und werden auch auf der Kinderstation verwendet. Erwachsenen werden Videobrillen bei Regionalanästhesien angeboten.

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