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Innviertel

Verbot für Lkw-Transit im Mattigtal: Erstmal Diskussion auf Landesebene

11. September 2019 00:04 Uhr

Verbot für Lkw-Transit im Mattigtal: Erstmal Diskussion auf Landesebene
Mehr Lkw-Transit, unter anderem auf der Umfahrung Munderfing, wird befürchtet.

BEZIRK BRAUNAU. Mehrere Gemeinden aus Braunau haben eine Resolution an den Landtag beschlossen.

Der Ausbau der A94 im benachbarten Bayern wird auch im Grenzgebiet genauestens verfolgt. Nicht nur die Vorteile, sondern auch mögliche Nachteile werden in der Region abgewogen. Wie berichtet, wird seitens einiger Gemeinden, aber auch seitens des Vereins Lebensraum Mattigtal, befürchtet, dass der Lkw-Durchzugsverkehr im Bezirk Braunau, vor allem im Mattigtal, zunehmen könnte.

Auf diese Befürchtung wies auch die oö. Umweltanwaltschaft hin. Schon vor drei Jahren warnte Umweltanwalt Martin Donat in einer Stellungnahme: "Der Abschnitt von der AS Pocking bis zur Stadt Simbach, anschließend weiter auf den OÖ-Landesstraßen wie der B156 bzw. B147 nach Salzburg und zur A10, stellt einen international verwendeten Korridor für die Nord-Süd-Verbindung der Metropolregion Berlin–Dresden–Prag mit dem Mittelmeerraum Udine–Triest–Kober dar."

Nicht alle einer Meinung

Schon vor der Sommerpause haben einige Gemeinden eine Resolution an den Landtag gerichtet, in der sie vom Land Maßnahmen fordern, damit der Lkw-Durchzugsverkehr reduziert wird, sprich eine tonnenbezogene Einschränkung für den Durchzugsverkehr.

Als erster gestellt hat den Antrag Landtagsabgeordneter Erich Rippl (SP) in seiner Gemeinde Lengau. Er spricht sich gegen den Lkw-Transit-Verkehr aus. "Ein klares Ja zum Ziel- und Quellverkehr, ein klares Nein zu Mautflüchtlingen", sagt er. Mittlerweile haben auch die Gemeinden Mattighofen, Munderfing, Lengau, Braunau und Schalchen diese Resolution an den Landtag verabschiedet.

In Lengau und Braunau ohne die Stimmen der FPÖ, in Mattighofen gab es auch seitens der ÖVP Bedenken. Schon im April sprach sich FP-Bezirksparteiobmann und Landtagsabgeordneter David Schießl gegen eine solche Tonnenbeschränkung aus.

Die höre sich zwar am Anfang gut an, aber nach genauerer Betrachtung würde sie nicht viel bringen. "Weil der Durchzugsverkehr, den man hier wegbringen möchte, eher ein geringer Anteil des Schwerverkehrs durchs Mattigtal ist", sagte Schießl.

Unterstützung auf Landesebene für ein Transitverbot kommt von den Grünen. "Wir setzen uns dafür ein, dass die Menschen nicht noch stärker vom Lkw-Transit belastet werden. Der Transit gehört auf die Schiene, nicht auf die Straße. Ein Durchfahrtsverbot für Lkw liegt daher auf der Hand, regionale Lkw sind davon natürlich auszunehmen", sagt der stellvertretende Landessprecher der Grünen, Severin Mayr.

Am morgigen Donnerstag wird das Thema Lkw-Transit im Mattigtal erstmals auf Landesebene, im Ausschuss, behandelt.

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