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Innviertel

Über das Leben zu zweit auf nur sechs Quadratmetern

Von Magdalena Lagetar  13. Dezember 2019 00:04 Uhr

Über das Leben zu zweit auf nur sechs Quadratmetern
Katharina Maloun und Andreas Weiss in ihrem umgebauten Camper

GILGENBERG/WIEN. Andreas Weiss und Katharina Maloun leben in ihrem Camper.

Zu Hause auf der ganzen Welt, und das in den eigenen vier Wänden? Andreas Weiß (29) und Katharina Maloun (31) haben ihren Traum wahr gemacht. Die Texterin und Yoga-Lehrerin und der Kameramann haben aus einem Citroen Jumper mit Hochdach ein Zuhause auf Rädern gemacht. Zurzeit sind die beiden in Portugal, bis Februar wollen die Österreicher noch dort bleiben, dann geht es zurück in die Heimat. Aber nicht lange, denn Sri Lanka wartet, nach dem Winter stehen Irland und Schottland ganz oben auf der Reiseliste der beiden.

Das Leben zu zweit auf sechs Quadratmetern Wohnfläche laufe gut. "Alles, was wir brauchen, haben wir mit. Weniger zu besitzen heißt für uns auch, leichter zu reisen und zu leben. Fast wie ein Loslassen von materiellen Dingen und mit mehr Bezug auf das Wesentliche", sagt Katharina. Dass dies auch eine große Herausforderung für ein Paar ist, verschweigen die beiden nicht. "Da muss man schon gut miteinander auskommen und ab und zu Kompromisse schließen. Auf so engem Raum, da lernt man sich wirklich gut kennen", sagt die Texterin.

Kennengelernt haben sich der Gilgenberger und die gebürtige Wienerin in Nicaragua. Schnell suchten sie nach einer bequemeren Art zu reisen als mit Rucksack und Surfboard unter dem Arm. "Vanlife" war die Antwort. "Der größte Vorteil ist wohl, alles mit sich zu haben und es nicht tragen zu müssen und dabei auch super spontan zu sein. Man muss nichts im Voraus planen, sondern fährt immer dorthin, wo es gerade gute Wellen gibt", erzählt Katharina.

Die Herausforderungen, die das Leben im Camper mit sich bringt, meistern die beiden ohne viel darüber zu meckern. "Es gibt zum Beispiel keine Wasserleitung, wir müssen uns ganz einfach darum kümmern, genug mitzuhaben. Dusche haben wir keine verbaut, aber da wir jeden Tag im Meer sind, ist das für uns absolut kein Problem. Wenn das Wetter lange schlecht ist, dann hockt man eben auf kleinstem Raum. Aber auch das hat ja immer wieder ein Ende", so Katharina.

Basis ist Gilgenberg

Die Basis, von der aus die beiden starten und wo auch Umbauten gemacht wurden, ist Andreas’ Heimatgemeinde Gilgenberg. Apropos Umbau: Dabei gab es viele Herausforderungen, viele offene Fragen. Gefehlt hat den beiden eine Plattform, auf der Dinge ganz einfach und direkt, auch für absolute Neulinge erklärt werden. Deshalb haben sie selbst eine solche entworfen, auf der sie detailreich und ehrlich den Umbau ihres Kastenwagens schildern und auch einen Shop eingerichtet haben. Sie wollen diejenigen unterstützen, die selbst vor einem Camperausbau stehen.

Artikel von

Magdalena Lagetar

Lokalredakteurin Innviertel

Magdalena Lagetar
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