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Innviertel

Startschuss für Lesekompetenzzentrum in der Brucknerschule Ried

Von Thomas Streif  04. Februar 2020 00:04 Uhr

Startschuss für Lesekompetenzzentrum in der Brucknerschule Ried
Mittelschule-1-Ried-Direktorin Irene Horn mit den beiden Initiatoren des Lesekompetenzzentrums der Schulbibliothek Agnes Erlinger und Hannes Rohringer.

RIED. Schüler werden speziell gefördert – Schwerpunkt auch auf eine Legasthenieberatung.

Im Herbst 2014 wurde in der Mittelschule 1 in Ried (Brucknerschule) eine "Rollende Lesestunde" eingeführt. Am Anfang der Schulsemester wird jeweils ein eigener Stundenplan für eine Lesestunde pro Woche erstellt. In dieser wird, egal welches Fach auf dem Programm steht, gelesen.

"Die Kinder organisieren sich selber ein Buch, in der Regel eines aus unserer Schulbibliothek. Während dieser Unterrichtsstunde wird dann in allen Klassen gelesen, selbstverständlich nehmen auch die Lehrer teil", sagt Agnes Erlinger, die mit Hannes Rohringer das Team der Schulbibliothek bildet. "Wir wollen dadurch die Lesemotivation steigern. Seit wir mit der Aktion begonnen haben, hat sich die Verleihstatistik unserer Bibliothek beinahe verdoppelt", sagt Erlinger.

Zu Beginn der rollenden Lesestunde habe es einige kritische Stimmen gegeben. "Das hat sich aber relativ rasch gelegt", so Erlinger und Rohringer.

Video: Agnes Erlinger im Gespräch mit OÖN-Redakteur Thomas Streif.

Viele Angebote

Vor wenigen Wochen wurde das "Lesekompetenzzentrum Brucknerstraße" ins Leben gerufen. Schwerpunkt sind eine intensive Legasthenieberatung und -förderung, Lesungen, Fortbildungen und verschiedene Angebote zur Lesemotivation. "Ein derartiges Angebot gibt es nicht oft."

Den Ausschlag für diese Initiative gaben die Ergebnisse der Pisa-Studie im Bereich Lesen. Man wolle damit die Schüler fördern. "Wenn man nicht lesen kann, ist alles andere mehr oder weniger unerreichbar", sagt Rohringer.

Video: Hannes Rohringer mit OÖN-Redakteur Thomas Streif im Gespräch.

Ein großes Hauptaugenmerk liegt auf der Förderung von Schülern, die von Legasthenie, also einer Lese- und Rechtschreibstörung, betroffen sind. Erlinger hat in Salzburg eine Ausbildung zur Legasthenietrainerin absolviert. Zwei Stunden in der Woche betreut sie die Schüler in der Bibliothek ganz individuell.

"In diesem Schuljahr sind es insgesamt 22 Schüler, die von Legasthenie betroffen sind. Das ist ungefähr der Schnitt der vergangenen Jahre", sagt Erlinger.

Direktorin Irene Horn zeigt sich vom Engagement des Lehrer-Duos begeistert. "Bin bin wirklich stolz auf diese Kollegen, die sich hier so einbringen. So etwas kann man sich als Leiterin einer Schule nur wünschen."

Artikel von

Thomas Streif

Lokalredakteur Innviertel

Thomas Streif
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