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Ortsbildmesse 2014 in Engelhartszell – keine Überraschung für das Gemeindeoberhaupt

ENGELHARTSZELL. Roland Pichler spricht offen über ‚seine’ Gemeinde und die geplante Ortsbildmesse.

Ortsbildmesse 2014 in Engelhartszell – keine Überraschung für das Gemeindeoberhaupt

Roland Pichler am Schreibtisch in seinem Büro Bild: Weidlinger

Zwei helle Räume, ein großer Schreibtisch und zahlreiche Bilder von der Marktgemeinde selbst – so zeichnet sich das Büro von Bürgermeister Roland Pichler aus. Persönliche Gegenstände wie Fotos von der Familie oder Selbstgebasteltes von den Kindern sucht man jedoch vergeblich. "Ich habe die Einrichtung von meinem Vorgänger einfach übernommen und fast nichts verändert. Ich bin leicht zufrieden zu stellen," erklärt Pichler, der bereits seit 2002 als Engelhartszells Gemeindeoberhaupt fungiert. Durch eine, wie er es nennt, "Einschulungsphase" von vier Jahren als Vizebürgermeister sieht er rückblickend seinen Einstieg in das Amt als unproblematisch an. "Es ist eine sehr schöne Arbeit, aufwendig und zeitintensiv, aber schön." Auf die Frage, ob er seinen Kindern eine solche Position empfehlen würde, schmunzelt er. "Wenn es um meine Töchter geht, dann muss ich das wohl eher verneinen. Man ist mit vielen Belastungen und Extremsituationen konfrontiert, für deren Bewältigung Erfahrungswerte gefragt sind."

Bürgermeister – ein Nebenjob?

Als gelernter Bautechniker und momentaner Geschäftsführer des Wegerhaltungsverbandes (WEV) Innviertel und Hausruckviertel findet man Pichler nicht oft auf dem Gemeindeamt. "Jeden Freitag habe ich meine Sprechstunden und bin im Büro anzutreffen, an den restlichen Tagen nur stundenweise, zwei- bis dreimal die Woche vielleicht," gibt Pichler zu. Dennoch sieht er seine zwei Berufe als "relativ gut vereinbar" an. "Durch meine Position als Geschäftsführer habe ich 135 Gemeinden zu betreuen. Wenn es dann mal etwas zu besprechen gibt, wo ich als Bürgermeister gefragt bin, kann ich Termine verbinden und spare mir dadurch Zeit."

Gastgeber der Ortsbildmesse

Zum ersten Mal präsentiert sich Engelhartszell heuer als Gastgeber der Ortsbildmesse, die alle vier Jahre im Innviertel ausgetragen wird. Für Pichler war diese Entscheidung nicht überraschend, verrät er augenzwinkernd. "Engelhartszell ist lebens- und liebenswert und wir sehen diese Ernennung als Wertschätzung von bereits realisierten Projekten und Ansporn für die Verwirklichung von zukünftigen Zielen an." Engelhartszell ist damit auch eine der drei Gemeinden, die bei allen bisherigen 22 Ortsbildmessen präsent war. Zum eintägigen Fest am 31. August erwartet man um die 120 bis 140 Gemeinden, Vereine oder Betriebe, die die Gäste mit kulinarischen Köstlichkeiten versorgen werden. Pichler weist besonders auf die sogenannte Künstlermeile hin, die sich entlang der Donau erstrecken wird. "Es wird Ausstellungen in den Donau-Ateliers geben und Kunsthandwerk von Künstlern, die einen hohen Bezug zur Marktgemeinde aufweisen. Ebenso versorgen wir die Besucher mit Live-Musik auf den Bühnen am Marktplatz und des Stiftsparkplatzes, Rundfahrten mit der Engelhartszeller Fähre und der Ausstellung "Donau on Tour" am Schiff "Negrelli". Wir freuen uns auf zahlreiche Besucher."

Serie: Der Arbeitsplatz des Bürgermeisters

Engelhartszell

Einwohner: rund 1.000 Personen sind in Engelhartszell gemeldet.

Gemeindeamt: Es liegt im Zentrum des Ortes, Marktplatz 61. Das Büro des Bürgermeisters Roland Pichler liegt im ersten Stock, links am Ende des Ganges.

Roland Pichler (52) übernahm 2002 das Amt als Gemeindeoberhaupt von seinem Vorgänger Friedrich Bernhofer. Davor arbeitete er schon vier Jahre als Vizebürgermeister an dessen Seite. Hauptberuflich betreut Pichler 135 Gemeinden des Inn- und Hausruckviertels als Geschäftsführer des WEV. Pichler gehört der ÖVP an.

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Artikel 31. Juli 2014 - 00:04 Uhr
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