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Schärdinger Volkszeitung

Manuel Stemp will beim Alpen Grand Prix mit "Austroschlager" überzeugen

Von OÖN   01. August 2015 14:00 Uhr

Manuel Stemp will beim Alpen Grand Prix mit "Austroschlager" überzeugen
"Beim Grand Prix ist vom ersten bis zum letzten Platz alles drin."

SIGHARTING. Der Sighartinger Musiker spricht im Interview über Nervosität und Ziele für den Grand Prix.

Singer und Songwriter Manuel Stemp wird Österreich beim Finale des Alpen Grand Prix am 16. Oktober in Meran vertreten. Mit seinem selbst komponierten und geschriebenen Lied "I foi" gewann der Sighartinger im Juli die Vorentscheidung. Im Volkszeitungs-Interview spricht der Musiker über seine Ziele.

 

Wie sind Sie zur Musik gekommen? Ist Ihre Familie musikalisch?

Manuel Stemp: Zur Musik bin ich mit fünf Jahren gekommen, als ich meine erste Gitarre bekommen habe. Meine Mutter hat gesungen. Mit zehn Jahren habe ich Gitarrenstunden genommen. Da hat es dann richtig begonnen.

Sie sind von "Heavy Metal" auf Volksmusik umgestiegen. Was fasziniert Sie an der Volksmusik?

Was ich spiele, ist nicht Volksmusik, sondern eine Mischung aus Austropop und Schlager, was ich "Austroschlager" nenne. Mit 20 habe ich mich von "Heavy Metal" verabschiedet. Das ist mit der Zeit nur mehr auf die Bühne kommen und laut aufdrehen. Die Idee für "Austroschlager" stammt eigentlich von meinem Produzenten.

Gibt es ein Lieblingslied, das Sie gerne spielen und welchen Song hören Sie am liebsten?

Am liebsten spiele ich "Die Kinettn wo i schlof" von Wolfgang Ambros. Privat höre ich ein breites Durcheinander von Songs. Sehr viel AC/DC.

Was ist Ihr Ziel für Meran? Rechnen Sie mit dem Sieg?

Darüber mache ich mir zurzeit keine Gedanken und auch keinen Druck. Ich habe keine großen Erwartungen. Ich schaue mir das mal an und lerne hoffentlich interessante Menschen dort kennen. Im schlimmsten Fall ist die ganze Sache nur Werbung. Ich glaube, vom ersten bis zum letzten Platz ist alles drin.

Sind Sie immer noch nervös, wenn Sie auf die Bühne kommen?

Nervös bin ich komischerweise immer nach den Auftritten. Da brauche ich unbedingt eine Zigarette. Ich bin mit dem Wohnwagen unterwegs. Vor den Auftritten ziehe ich mich dorthin gerne zurück.

Welcher war Ihr schönster und welcher Ihr schlimmster Auftritt?

Das ist schwierig. Den schönsten Auftritt hatte ich in der Bierkanzlei in Wien. Meine Band und ich sollten um 23 Uhr zu spielen aufhören, weil sich die Nachbarn schon beschwert hatten. Doch das Publikum wollte unbedingt, dass wir weiterspielen und klatschten wie verrückt. Wir spielten dann noch eine Stunde unplugged weiter. Den schlimmsten Auftritt weiß ich noch ganz genau. In meiner Metal-Zeit rief uns ein Wirt aus Aspach an, ob wir nicht bei ihm spielen wollen. Wir sagten sofort zu. Dass wir gebucht wurden, war für uns toll. Sonst mussten wir sowieso um jeden Auftritt betteln. Als der Wirt uns und unsere Instrumente sah, fragte er verwundert: "Wos dats denn ia mit de Gitarren do?" Wir spielten in einem vollen Saal. Innerhalb von zehn Minuten hatten wir den Saal leer gespielt.

Können Sie von der Musik leben beziehungsweise haben Sie einen Beruf erlernt?

Ich habe Maurer gelernt, aber ich übe den Beruf zurzeit nicht aus. Es ist sehr schwierig, von der Musik leben zu können, weil ein großer Teil des Geldes für Merchandising und Werbung draufgeht. Man kämpft sich durch. Aber Geld ist für mich kein Reichtum. Der wahre Reichtum liegt sowieso ganz woanders.

Was wollen Sie mit Ihrer Musik vermitteln?

Ich habe sehr viele Aussagen in meine Texte verpackt. Ich habe tiefsinnige und sozialkritische Texte. Hauptsächlich will ich den Leuten zeigen, dass sie mit ihren Problemen nicht alleine sind. Das Wichtigste ist, dass man gemeinsam miteinander lachen kann.

Wer inspiriert Sie?

Zum Beispiel Ludwig Hirsch oder Wolfgang Ambros. Also durch und durch Austropopper.

Haben Sie einen Lieblingsplatz im Innviertel, wo Sie Ruhe finden und Kraft tanken?

Ja. Das ist mein Garten und meine Terrasse.

 

Zur Person

Manuel Stemp wurde 1979 in Esternberg geboren. Im Alter von zehn Jahren begann er, in der Musikschule Gitarre zu spielen. Mit zwölf gründete er die Rockband „The new sound of power.“ Danach war er Sologitarrist bei der Band „locomotive heavymetal“. Mit 20 verabschiedete er sich von der Heavy-Metal-Musik und widmete sich dem Austropop. 2014 nahm er bei der TV Show „Herz von Österreich“ teil. Anfang Juli gewann er in Zell an der Pram die Vorentscheidung für den Alpen Grand Prix.

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