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Innviertel

Rieder Footballer der „Gladiators“ zeigen nicht nur auf dem Platz viel Herz und Einsatz

Von Thomas Streif   09. April 2020 11:53 Uhr

Die Gladiators helfen im Sozialmarkt Ried mit

RIED. Die Rieder Footballer sind mit ihrer tatkräftigen Unterstützung dafür verantwortlich, dass der Rieder Sozialmarkt auch während der Corona-Krise für sozial Schwächere geöffnet hat.

Am morgigen Karfreitag hätten die Footballer der Monobunt Gladiators Ried das erste Saison-Heimspiel in der Division 3  gegen die Steelsharks aus Traun absolvieren sollen. Die Innviertler schafften im vergangenen Jahr bei ihrer Liga-Premiere gleich den Aufstieg. Bis zu 1000 Fans kamen zu den Heimspielen, die Football-Euphorie in Ried ist groß. Ob die Gladiators und die Fans heuer jedoch über Touchdowns und Field-Goals jubeln dürfen, steht wegen der Corona-Krise in den Sternen.

Sportlich gibt es von Spieler und Fitness-Experten Michael Przeworski täglich ein Heimprogramm für das Team, ein Ersatz für das Training auf dem grünen Rasen ist das freilich nicht.

Zusammenhalt wird bei den Gladiators auch in der Krisenzeit gelebt. Die Footballer helfen seit mehreren Wochen  mit, den Betrieb des Sozialmarkts Ried („G’schäftl“) regulär am Leben zu erhalten. Einige Wochen managten die Footballer den Betrieb völlig alleine, derzeit sind die Gladiators in erster Linie für die Abholung der Waren in den Supermärkten zuständig.

„Ich habe in den OÖN gelesen, dass die Gladiators Unterstützung anbieten“, sagt Christoph Wiesner, der Obmann der Sozialmarkts. Dann sei alles sehr rasch gegangen. Einige der freiwilligen und eifrigen Helfer des Sozialmarkts, die die Lebensmitteln von den Supermärkten abholen, einräumen und dann an drei Tagen in der Woche verkaufen, gehören zur Risikogruppe und pausieren derzeit. „Wir sind den Gladiators für den Einsatz und die riesengroße Unterstützung sehr dankbar. Ohne deren Hilfe, hätten wir den Betrieb nicht aufrechterhalten können und bis zum Ende der Krise zusperren müssen“, sagt Wiesner im Telefonat mit den OÖN.

Das „G’schäftl“ hat jeden Montag, Mittwoch und Freitag von 14 bis 17 Uhr geöffnet. „Es gibt natürlich Sicherheitsvorkehrungen. So dürfen aktuell nur drei Kunden gleichzeitig im Geschäft sein. Alles funktioniert gut“, betont Wiesner.

"Wollten helfen, hier werden wir gebraucht" 

Stolz auf seine hilfsbereite Mannschaft ist Raffael Gruber, der Trainer der Gladiators Ried. „Rund 20 von unserem Team helfen mit, die meisten Organisationsarbeiten übernehmen Christopher Diermaier und Daniel Hofmann“, sagt Gruber. „Wir wollten helfen und hier werden wir gebraucht. Es ist gut, dass der Markt weiterhin geöffnet ist und die Menschen hingehen können“, sagt Gruber.

Wie es sportlich weitergeht, steht in den Sternen. „Hier eine Prognose abzugeben, ist eigentlich unmöglich. Wir wissen nicht, ob die Meisterschaft heuer überhaupt gespielt wird. Theoretisch wäre es möglich, die Spiele im Herbst auszutragen, aber man wird sehen“, sagt Gruber. Auch der Start des regulären Trainingsbetriebs dürfte aufgrund der vielen Körperkontakte beim American Football noch etliche Wochen auf sich warten lassen.

Michael Przeworski beim Heimtraining

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