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„Von der Freundlichkeit überrascht!“

RIED. Wintersteiger AG: Der neue Vorstandsvorsitzende Reiner Thalacker über seine Ziele, das Erfolgsgeheimnis und seine Erfahrungen als Deutscher in einer österreichischen Firma.

„Von der Freundlichkeit überrascht!“

Der neue Vorstandsvorsitzende bei Wintersteiger: Reiner Thalacker Bild: Rabe

Seit zwei Monaten hat Wintersteiger mit Reiner Thalacker (51) einen neuen Vorstandsvorsitzenden. Seine ersten Eindrücke sind sehr positiv. Das fängt an beim Auftritt der Firma über die Mitarbeiter und reicht bis hin zum neuen Domizil in Frankenburg.

„Wir haben zwischen Schärding und Frankenburg gesucht und ein ideales Objekt gefunden, auch meiner Frau gefällt es sehr gut“, sagt er. Der gebürtige Hesse ist studierter Maschinenbauer und kommt aus einer Bierstadt. „So fühle ich mich auch biermäßig schon heimisch, außerdem arbeitete ich 26 Jahre in einem Unternehmen mit österreichischen Eigentümern. Jetzt in Österreich habe ich deutsche, das passt alles gut zusammen“, erzählt Reiner Thalacker über seine Erfahrungen.

In Deutschland war er zuletzt Werks- und Produktionschef in einem Unternehmen mit 6500 Mitarbeitern. Jetzt sucht er eine neue Herausforderung. Der Manager schätzt das persönliche Gespräch mit Mitarbeitern. „Das ist reizvoll, die Leute sagen hier auch, was sie denken, diese Offenheit schätze ich“, sagt er. Im neuen Bürogebäude, das alle Stückln spielt und einen Wohlfühlcharakter vermittelt, ist in gemütlichen Kojen in unmittelbarer Nähe zu den Arbeitsplätzen jederzeit die Möglichkeit für konstruktive Gespräche gegeben. Das Auftreten, die klare Linie der Firma beeindruckt ihn ebenso wie das Angebot auf drei Schienen: die Sätechnik, die Sägetechnik, die Ski-Servicemaschinen, das Verleihsystem und die individuelle Anpassung von Schuhen an jeden Fuß.

Verbesserungsmöglichkeiten und Ziele hat Reiner Thalacker natürlich im Visier: Wie jeder Geschäftsmann will der Manager die Umsatzzahlen stabilisieren, die Produktion vernünftig ausbauen und neue Märkte erschließen.

Mit dem Erwerb der Kohler Maschinenbau AG ist die Richttechnik ins Haus eingezogen. Auch das sei ein Nischenmarkt, der zu Wintersteiger passe. Um es vereinfacht zu erklären: Welliges Blech wird dabei vor der Weiterverarbeitung gerade gemacht.

Am Produktionsstandort Ried wird auch künftig nicht gerüttelt. Die Ausbildung von Monteuren und Fachkräften aus Südamerika, China oder anderen Ländern am Standort Ried wird immer wichtiger, „um auch neben unseren Leuten einheimische Kräfte vor Ort zu haben.“

In Asien ist der Ernteertrag 50 Prozent niedriger als in den USA. Auch hier sieht er für Wintersteiger noch ein reiches Betätigungsfeld bei der Sä- und Erntetechnik.

Neben Lehrlingen und auch HTL-Abgängern bleiben „auch in Zukunft die Facharbeiter auf mittlerer Ebene das Rückgrat der Firma.“

Reiner Thalacker versteht es, seine Begeisterung für das Unternehmen zu transportieren. Diese Begeisterung spürt er auch im gesamten Team, „das den Wintersteiger-Geist in sich hat und auch zeigt!“

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Artikel Gerd Rabe 16. August 2012 - 00:04 Uhr
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