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Rieder Volkszeitung

Private Montessori-Schule geplant: Start soll schon im September erfolgen

Von Roman Kloibhofer   13. März 2014 00:04 Uhr

Private Montessori-Schule geplant: Start soll schon im September erfolgen
Die Schulgründer: Christian Angleitner, Primar für Akutgeriatrie und Remobilisation am KH Ried und seine Frau Isolde

RIED. Isolde und Christian Angleitner wollen damit die Rieder Schullandschaft erweitern.

Die Schulstadt Ried soll ab Herbst um ein Angebot reicher werden: Ein Innviertler Ehepaar möchte mit Beginn des neuen Schuljahres mit einer Montessori-Schule starten. Die Privatschule mit Öffentlichkeitsrecht soll in einer Villa in der Dietmarstraße 9 untergebracht werden und die Bezeichnung "Kompass-Schule Ried i.I." tragen. Trägerverein ist der "Evangelische Verein für ganzheitliches Lernen Ried." Christian und Isolde Angleitner sind zuversichtlich, dass das geplante Angebot auch genützt wird: "Das Interesse ist schon jetzt sehr groß, und mit diesem neuen Faktor würde das Bildungsangebot in Ried entscheidend aufgewertet." Ein Informationsabend dazu findet am Freitag statt.

Auch der evangelische Pfarrer von Ried, Tom Stark, ist zufrieden: "Die Zusammenarbeit zwischen den Projektinitiatoren und unserer Kirche ist eine beidseitige win-win-Situation: die Elterninitiative erhält durch die Verbindung zur evangelischen Kirche auch Zugang zu vielen Möglichkeiten und die Pfarrgemeinde profitiert durch das offene und zugewandte Bildungsangebot an die Bevölkerung unseres Bezirks und darüber hinaus.” Das Ansuchen ist derzeit im Laufen, der Evangelische Oberkirchenrat sowie das Land Oberösterreich müssen noch ihre Zustimmung geben, wie Isolde Angleitner erklärt. Im Herbst soll mit einer zweiklassigen Montessori-Volksschule gestartet werden, ab September 2015 soll auch eine Montessori-Neue Mittelschule angeboten werden.

In der ersten Klasse werden erste und zweite Schulstufe, in der zweiten Klasse dritte und vierte Schulstufe gemeinsam unterrichtet. Drei in Montessori-Pädagogik ausgebildete Lehrkräfte sollen angestellt werden, zwei Pädagogen werden vom Land OÖ bezahlt, eine Lehrkraft bezahlt der Verein. "Die Bewerbungsfrist endet am 17. März, es gibt schon sehr viele Bewerbungen", berichtet Isolde Angleitner und sagt: "Die Lehrpersonen sollten grundsätzlich alle die gleiche pädagogische Linie vertreten." In der pädagogischen Ausrichtung sollten sich "Disziplin und Freiheit die Waage halten", sagt sie. Auch den Schulnamen – "Kompass-Schule" – erläutert sie: "Die Schule soll für die Kinder wie ein Kompass sein: Dabei helfen, den eigenen, individuellen Weg zum Ziel zu finden."

Als Mentor und Begleiter des Schulprojektes wird der bayerische Montessori-Pädagoge Claus-Dieter Kaul fungieren. Er wird die Schulgründer auch in organisatorischen Fragen sowie bezüglich der Räumlichkeiten beraten. Durch eine Ausbildung bei ihm hat Isolde Angleitner auch die Montessori-Idee kennengelernt. Die "Kompass-Schule Ried" solle eine Schule sein, die auf Bedürfnisse und Fähigkeiten der Schüler "hinschaue." "Es soll eine Schule werden, die für alle offen ist – ungeachtet der Konfession und Herkunft. Montessori-Schulen dienen der ganzheitlichen Erziehung und Bildung von Menschen", sagt Christian Angleitner. Die Vorteile der Schule lägen "in ihrer Kleinheit". Maximal 40 Schulkinder (zehn pro Schulstufe) sollen in der Volksschule unterrichtet werden, zehn weitere nach einem Jahr in der Neuen Mittelschule. Große Bedeutung komme künftig der Elternarbeit zu, betont Christian Angleitner. Die Eltern sollen kontinuierlich in den Bildungsprozess ihrer Kinder eingebunden werden, etwa bei regelmäßigen Elterngesprächen. "Zehn Stunden Mitarbeit pro Elternteil sind pro Jahr vorgesehen, das ist uns schon wichtig", so Isolde Angleitner.

Anmeldung ab sofort möglich

Eine Anmeldung der Kinder für die "Kompass-Schule" ist schon jetzt möglich, das Formular dazu kann von der Homepage heruntergeladen werden. Auf der Website sind auch die Anmeldeformalitäten sowie die finanziellen Modalitäten – etwa monatliches Schulgeld – ersichtlich. 295 Euro pro Monat sind zu bezahlen. Das Einzugsgebiet der Privatschule ist offen und nicht an einen Schulsprengel gebunden. Die Anmeldefrist für das kommende Schuljahr endet am 15. Juni 2014.

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