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Innviertel

Polizei im Hitlerhaus: Für die Bürger ist damit "mehr Sicherheit" verbunden

Von Lisa Penz 22. November 2019 00:04 Uhr

Polizei im Hitlerhaus: Für die Bürger ist damit "mehr Sicherheit" verbunden
Die Bürger hoffen, dass endlich wieder Ruhe einkehrt.

BRAUNAU. OÖN-Umfrage auf dem Braunauer Stadtplatz zeigt: Mehrheit ist mit Lösung zufrieden.

Die Entscheidung ist gefallen, die künftige Nutzung des Geburtshauses von Hitler auf dem Braunauer Stadtplatz ist klar. Das Bezirkspolizeikommando und die Polizeiinspektion Braunau werden dort, wie ausführlich berichtet, einziehen.

Die OÖNachrichten wollten wissen, was die Bürger von dieser jüngsten Entscheidung des Innenministeriums halten, und horchten sich im Zentrum um. Der Tenor der Stimmen: Zufriedenheit.

Josef Kasinger: "Ich bin zufrieden mit der Lösung und froh, dass das jahrelange Hin und Her vorbei ist. Nach 70 Jahren soll auch endlich mal Ruhe einkehren."

Josef Kasinger aus Burgkirchen etwa hofft, dass der jahrelange Rechtsstreit damit endlich ein Ende hat und wieder Ruhe einkehrt. Dass die Polizei einziehen soll, gebe der Stadt eine gewisse Sicherheit, wie es Georg Spindler aus Altheim formuliert.

Es gibt aber auch kritische Stimmen. Sie kommen von jenen, die eine karitative Einrichtung wie die Lebenshilfe oder eine geschichtliche Aufarbeitung in dem historisch belasteten Gebäude bevorzugt hätten.

Wichtig ist aber allen befragten Bürgern, dass die Außenfassade erkennbar bleibt, als das, was es ist bzw. einmal war. "Das Haus darf nicht unkenntlich gemacht werden, denn man darf nicht verschweigen, was hier passiert ist", sagt eine Frau, die namentlich nicht genannt werden will. Die zukünftige Nutzung des Hauses sieht Innenminister Wolfgang Peschorn, wie berichtet, als unmissverständliches Zeichen dafür, "dass dieses Gebäude für immer einer Erinnerung an den Nationalsozialismus entzogen ist".

Bis es so weit ist, dauert es aber noch ein wenig. Das 500 Jahre alte Haus muss umgebaut werden. Jetzt wird ein EU-weiter Architektenwettbewerb ausgeschrieben, dessen Ergebnis bis Mitte 2020 vorliegen soll.

Katharina Forster, Braunau

Katharina Forster: "Wolfgang Peschorn hat gesagt, dass durch diese Maßnahme die Erinnerungen an den Nationalsozialismus in Vergessenheit geraten werden. Aber wollen wir das?"

Georg Spindler, Altheim

Georg Spindler: "Ich finde es gut, dass die Polizei ins Gebäude einzieht. Das gibt der Stadt eine gewisse Sicherheit."

Monika Lada, Simbach

Monika Lada: "Ja warum nicht? Bevor das Gebäude leer steht, soll doch die Polizei einziehen. Endlich ist der jahrelange Streit vorbei."

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