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Innviertel

ÖBB-Rahmenplan: Baubeginn für neuen Rieder Bahnhof nicht vor 2027

Von Thomas Streif  24. Oktober 2020 15:30 Uhr

ÖBB-Rahmenplan: Baubeginn für neuen Rieder Bahnhof nicht vor 2027
Der Rieder Bahnhof ist die Jahre gekommen, der Neubau lässt aber wohl noch länger auf sich warten.

RIED. Die Diskussion um fehlenden Übergang für Fußgänger dürfte wieder Fahrt aufnehmen.

Keine guten Nachrichten für alle Bahnfahrer aus dem Umkreis von Ried. Der geplante Neubau des Bahnhofes ist nicht im ÖBB-Rahmenplan für die Jahre 2021 bis 2026 enthalten. Im Februar 2020 sagte Rieds FP-Vizebürgermeister Thomas Dim: "Ich befürchte, dass es bis zum Baustart noch bis 2027 dauern könnte." Diese Befürchtung dürfte jetzt eintreten. Nach den umfangreichen und großen Erneuerungen der Bahnhöfe in Braunau und Schärding heißt es in der dritten Bezirkshauptstadt also wohl noch mindestens sechs weitere Jahre warten.

Nach der Eröffnung des Busterminals neben dem Bahnhof im Sommer 2019, das als Drehscheibe für das Innviertler Regionalverkehrskonzept fungieren soll, ist die Enttäuschung über den Rahmenplan groß.

"Herber Rückschlag"

"Damit war nicht zu rechnen. Ich bin fix davon ausgegangen, dass der Neubau des Rieder Bahnhofes Teil des Rahmenplans ist. Diese Signale gab es von Seiten des Landes Oberösterreich und auch des Bundes", sagt der Rieder Verkehrsstadtrat Lukas Oberwagner (Grüne), der diese Entwicklung als "herben Rückschlag" bezeichnet.

Jetzt müsse die Rieder Stadtpolitik parteiübergreifend Druck machen, damit der Neubau doch früher umgesetzt wird, so Oberwagner.

Für die Bewohner der Rieder Stadtteile Wegleiten und Auleiten sind das ebenfalls schlechte Nachrichten. Seit dem Abriss der maroden Fußgängerbrücke am Bahnhof vor mehr als einem Jahr wartet man auf eine Lösung. Ob eine solche vor dem Neubau des Bahnhofes kommt, ist ungewiss. Zuletzt war von einem provisorischen Übergang – einer Behelfsbrücke – die Rede. Verständnis für den Unmut der Anrainer zeigte die Rieder Stadtpolitik, allen voran die SP, passiert ist bisher aber nichts.

Keine Gespräche laut ÖBB

Die OÖN haben die ÖBB mit der Problematik konfrontiert. "Der Übergang, der als Ortsteilverbindung fungierte, befand sich nicht im Eigentum der ÖBB und wurde auch nicht von uns finanziert", heißt es in einer schriftlichen Antwort des Pressesprechers. Da es sich bei diesem Übergang um eine reine Ortsteilverbindung handle, liege das nicht im Verantwortungsbereich der ÖBB. "Mit den ÖBB wurden bezüglich eines Provisoriums keine Gespräche geführt und es liegen auch keine Anfragen dazu vor", so der Pressesprecher.

Eine zufriedenstellende Lösung für die betroffenen Bewohner der Stadtteile Wegleiten und Auleiten zu finden, dürfte wohl somit eine Sache der Rieder Stadtpolitik werden.

Artikel von

Thomas Streif

Lokalredakteur Innviertel

Thomas Streif
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