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Innviertel

Lehrermangel: Für die erste Schulwoche wurde eine Übergangslösung gefunden

Von Magdalena Lagetar 12. September 2019 06:30 Uhr

Lehrermangel: Für die erste Schulwoche wurde eine Übergangslösung gefunden
Im Bezirk fehlen Volksschullehrer, trotzdem ging der Schulstart ohne Probleme über die Bühne.

BEZIRK BRAUNAU. Wie viele Volksschullehrer tatsächlich fehlen, stellt sich erst heraus

Ja, es stehen nicht in allen Volksschulen die benötigten Lehrkräfte zur Verfügung, sagt Schulqualitätsmanager Hans-Peter Palasser. Die erste Schulwoche sei aber trotzdem nicht chaotisch gewesen, denn in jeder betroffenen Schule des Bezirks Braunau wurde eine Übergangslösung für die erste Schulwoche gefunden. "Wir haben einen guten Schulstart ermöglicht", betont Palasser. Die Übergangslösung sind Betreuungslehrer, die mobil einsetzbar sind. Sie unterstützen in der ersten Woche nicht in ihrer Funktion als Betreuungshelfer, sondern als Lehrer. "In der ersten Woche kann man den Mangel so überbrücken, weil es in der Regel in den ersten paar Tagen noch keinen sehr großen, zusätzlichen Betreuungsbedarf gibt. Und die Betreuungslehrer sind ja ausgebildete Volksschullehrer, die eine Zusatzausbildung haben", erklärt Palasser, der aber betont, dass das keine Dauerlösung sein kann. Deshalb werde man bei der Bildungsdirektion in Linz beantragen, dass auch jene in der Volksschule eingesetzt werden können, die eine andere pädagogische Ausbildung absolviert haben, zum Beispiel als AHS-Lehrer. Wie viele Stellen unbesetzt sind, ist noch nicht bekannt. Die Bewerbungsfrist ist Montagmitternacht abgelaufen, ob sich Lehrer beworben haben, wird die Bildungsdirektion direkt den Schulen rückmelden, dann finden Bewerbungsgespräche statt. "Ich kann also noch nicht genau sagen, wie viele Stellen tatsächlich auch in der nächsten Woche unbesetzt sind", sagt Palasser.

Der Bezirk Braunau ist einer, der stark vom Lehrermangel betroffen ist, die Warte berichtete. Das liege unter anderem auch an der regionalen Lage. "Uns umgeben nicht wie zum Beispiel den Bezirk Wels-Land nur oberösterreichische Bezirke. Wir haben im Westen Deutschland, von wo keine Lehrer zu uns kommen und im Süden Salzburg, also eine andere Bildungsdirektion. Da ist der Antrag auf Versetzung nicht leicht möglich, man muss bei der Bildungsdirektion Salzburg kündigen, um bei der Bildungsdirektion Oberösterreich eingestellt werden zu können", erklärt Palasser. Derzeit gibt es an die 970 Pflichtschullehrer, kurz vor Schulbeginn waren etwa 20 Stellen in Volksschulen des Bezirkes unbesetzt, die Warte berichtete.

Kolumne "Unser Innviertel" von Christian Schacherreiter: "Als erfahrener Pädagoge weiß ich, dass man Lernprozesse in kleine Einheiten teilen muss, damit sie zum Erfolg führen."

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Magdalena Lagetar

Lokalredakteurin Innviertel

Magdalena Lagetar
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