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Innviertel

Landwirtschaftliche Fachschule Andorf "ökologisierte" Landessportfest

Von Bianka Eichinger 19. Juli 2019 12:04 Uhr

Landwirtschaftliche Fachschule Andorf "ökologisierte" Landessportfest
Die Landwirtschaftliche Fachschule Andorf hat sich als Ökolog- und Umweltzeichenschule der Thematik selbst verpflichtet. Auch bei Veranstaltungen wird auf Müllvermeidung, zum Beispiel durch Mehrwegflaschen, geachtet.

ANDORF. Neues Konzept mit regionalem Cateringanbieter und Müllvermeidung erfolgreich realisiert.

Über Engagement in Sachen Umweltschutz wird in der Landwirtschaftlichen Fachschule (LWBFS) Andorf nicht nur geredet, sondern gehandelt. "Als Ökolog- und Umweltzeichenschule verpflichten wir uns selbst, stetig an diesen Themen dran zu blieben", sagt Elisabeth Mayr, Pädagogin an der LWBFS Andorf. Dieses Jahr war das große Projekt, das Landessportfest alle 15 OÖ. Fachschulen mit rund 850 Personen zu "ökologisieren". "Das Problem war, dass viele mitgebrachte Lunchpakete und Einwegbecher für einen enormen Restabfall sorgten und dieser überall landete und zudem viel zu wenig getrennt wurde. Daher entwickelte das Andorfer Ökolog- und Umweltzeichenteam ein neues Konzept.

1. Die Idee:

"Diese entstand beim letzten Sportfest, wo meine Kollegin vom Umweltzeichen und ich nebeneinander auf der Tribüne des Sportfestes saßen und keine Freude hatten, was zurückblieb, als die Siegerehrung vorbei war. Jedes Jahr war eine andere Schule zum Aufräumen dran, aber wir als Orts- ansäßige waren immer mit dabei. Das konnte es doch nicht sein", sagt Elisabeth Mayr. Die Pädagogin wurde aktiv und sprach auch mit ihrem Kollegen über die Problematik. "Jeder einzelne Lehrer ermahnte zwei oder drei Jugendliche, aber der vierte ließ wieder irgendwo etwas fallen. Frustrierend. Also muss man das System anschauen und ändern", sagt Mayr. Und das taten die Andorfer. "Die Ökologschülergruppe, die immer auch schon beim Aufräumen dabei war, war schnell motiviert. Das Team bestand aus zwölf bis 15 Schülern, der Landessportkoordinatorin, drei Lehrern, die für Ökolog- und Umweltzeichen verantwortlich sind, dem Gemeindezuständigen für das Stadion und unserem Hauswart."

2. Die Umsetzung:

"Die Teilnehmer des Sportfestes nahmen das Konzept überaus gut an, brachte es ja auch keine wirklichen Nachteile", sagt die Lehrerin. Nur der Pfandbecher war auszuborgen und wer mit der eigenen Getränkeflasche kam, war von Anfang an im Vorteil. "Besonders wichtig erscheint mir, dass nachhaltiges Handeln Vorteile bringt, zum Beispiel aus gesundheitlicher Sicht. Was es noch braucht, ist die kleine Vorüberlegung, was man mitbringen muss." Das sei dasselbe wie beim Einkaufen, "da sollte man auch immer gleich ein Tasche von zuhause mitbringen", sagt Mayr. Dieses kurze Vorplanen beziehungsweise Vorausdenken helfe schließlich sehr viel Müll zu vermeiden. "Mit der Frage, ob man das Einüben kann, werden wir uns vielleicht im Rahmen unseres nächsten Projektes auseinandersetzen. Ebenso, wie viel sich durch kurze Vorausplanphasen einsparen lässt. Und besser sogar, wir haben weniger zu entsorgen", sagt Mayr.

3. Das Fazit:

"Unsere größte Erkenntnis war, dass der Großteil unserer Besucher dankbar war für diese Variante. Wir bekamen viel Lob und Wertschätzung", sagt die Pädagogin. Es sei möglich große Feste für viele Menschen mit einem minimalen Restmüllabfall zu konzipieren. "Alle Botschaften müssen nonverbal klar sein, zum Beispiel durch kreative Beschilderung", sagt Mayr. Häufig sei unökologisches Verhalten einfach gedankenlos oder es mangele an überzeugenden Alternativen. "Es ist nicht komplizierter, sondern es braucht einen neuen Zugang und es ist nicht wirklich teurer bzw. man bekommt auch mehr, zum Beispiel im Bezug auf Lebensmittelqualität. Ökologisches Handeln muss Vorteile bringen und motivierend verpackt sein", sagt Mayr. Ein Beispiel war beim Sportfest der Wettbewerb, welche Schule mit den meisten Mehrwegflaschen anreist. Als Preis gab es 60 selbstgebackene Muffins.

 

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Bianka Eichinger

Lokalredakteurin Innviertel

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