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Kostenlose Führung zu historischen Kuriositäten in der Stadt Schärding

SCHÄRDING. Vom schmalsten Haus bis zu Frau, die im Krieg half, Häuser zu verschonen.

Kostenlose Führung zu historischen Kuriositäten in der Stadt Schärding

Schmalstes Haus der Stadt Bild: Hubert Berndorfer

Die historischen, kuriosen Seiten der Barockstadt Schärding werden am Samstag, 23. Februar, ab 14 Uhr, vom Christophorusbrunnen aus im Rahmen einer kostenlosen Führung serviert – Anmeldung unter Telefon 07712 /43 0 00 ist erforderlich: Es waren nicht ihre Servierkünste, sondern ihr hübsches Gesicht, das eine Wirtstochter aus der Innbruckstraße zur Heldin eines ganzen Stadtviertels gemacht haben soll.

Weil ein französischer Marschall sich an sie erinnerte, verschonten die Kanonen seines Regiments diesen Teil Schärdings. Ganz generell dürften die napoleonischen Soldaten vernarrt in Schärdings schöne Töchter gewesen sein.

Einer soll darüber sogar den Abzug seiner Truppe verschlafen haben und von Schärdinger Burschen in eine Mauernische im Schlossgarten gesperrt worden sein, so der Tourismusverband.

Mit Steinen aus dem Inn sollen findige Schärdinger Kaufleute den Platz vor ihren Geschäften gepflastert haben. Wer darauf zu stehen kam, habe zahlen müssen – ein "teures Pflaster".

Mit Geldproblemen hatte auch die Landgräfin zu Fürstenberg zu kämpfen, die um 1800 das malerische Schloss Neuhaus am bayerischen Innufer erbte: Sie verspielte das Schloss in nur einer Nacht an einen Münchner Advokaten.

Bereits 1896 gab es in Schärding Strom. 1900 rollte der erste Schärdinger mit eigenem Auto durch die Stadt. Fünf Jahre später gab es bereits "Verkehrsprobleme", wie eine Zeitung berichtete: "Diese Woche sind bereits neun dieser Ungeheuer durch die Stadt gefahren."

In der Brunngasse versteckt sich Schärdings schmalstes Haus. Wer wenig Geld hatte, baute damals schmal, denn die Steuer richtete sich nach der Zahl der Fensterachsen. Abgesehen von der anstehenden Gratisführung lassen sich die Schärdinger Kuriositätenführungen für Gruppen jederzeit beim örtlichen Tourismusverband buchen.

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Artikel OÖN 12. Februar 2019 - 00:04 Uhr
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