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Innviertel

Josef Frauscher: "Die Leute, die hier arbeiten, werden mir sicher fehlen"

Von Thomas Streif  22. Mai 2020 00:04 Uhr

Josef Frauscher: "Die Leute, die hier arbeiten, werden mir sicher fehlen"
Josef Frauscher (links), seit dem 1. Jänner 1994 Bezirksgeschäftsführer des Roten Kreuzes Ried, mit Bezirksstellenleiter Franz Pumberger und seinem Nachfolger Christian Dobler-Strehle

RIED. Der 63-Jährige geht nach 26 Jahren als Rotkreuz-Bezirksgeschäftsführer in Pension.

Mit 17 Jahren hat Josef Frauscher als Freiwilliger beim Roten Kreuz begonnen. Das war vor 46 Jahren. Seit dem 1. Jänner 1994 ist der 63-Jährige, der in Gurten wohnt, Bezirksgeschäftsführer des Roten Kreuzes Ried, Ende Mai geht er in den wohlverdienten Ruhestand. Sein Nachfolger wird der 32-jährige Rieder Christian Dobler-Strehle.

"Es gibt die bekannte Aussage vom weinenden und lachenden Auge. Das trifft auch auf mich zu", sagte Frauscher bei einer Pressekonferenz am Mittwoch. "Ein gewisser Druck wird wegfallen, und ich habe endlich viel mehr Zeit für Dinge, auf die ich verzichten musste. Auf der anderen Seite verspüre ich in den letzten Tagen meiner Amtszeit ein wenig Wehmut, weil diese Aufgabe beim Roten Kreuz war immer mehr als eine Arbeit für mich. Die Leute, die hier arbeiten, werden mir abgehen. Es steckt bei den Mitarbeitern und freiwilligen Helfern so viel Herzblut drinnen", sagte Frauscher.

Als freiwilliger Rettungssanitäter werde er dem Roten Kreuz weiterhin verbunden bleiben. Allerdings habe das ebenfalls ein gewisses Ablaufdatum. "Ich will nicht, dass irgendwann die Frage auftaucht, wer der Patient und wer der Sanitäter ist", sagte Frauscher mit einem Schmunzeln.

"Seit mehr als 25 Jahren hat Josef Frauscher die Aufgaben als Bezirksgeschäftsführers hervorragend gemeistert. Die vergangenen Wochen und Monate waren aufgrund der Corona-Krise noch einmal besonders herausfordernd", sagte Rotkreuz-Bezirksstellenleiter Franz Pumberger.

Unter der Regie von Frauscher hat sich das Rote Kreuz des Bezirks Ried in den vergangenen 26 Jahren enorm weiterentwickelt. Mehrere Ortsstellen, darunter die Bezirksstelle in Ried, wurden neu gebaut. Zahlreiche Krisensituationen, wie Hochwasser, Flüchtlingskrise oder das Zeltfestunglück von Frauschereck im Sommer 2017, mussten bewältigt werden.

Im Vergleich zu 1994 hat sich sehr viel getan. Die Zahl der freiwilligen Mitarbeiter des Roten Kreuzes Ried ist von 172 auf rund 1000 gestiegen, beruflich sind mittlerweile 81 Mitarbeiter beschäftigt, vor 26 Jahren waren es lediglich 21. Dadurch ist naturgemäß auch die Zahl der freiwillig geleisteten Stunden von 46.000 auf 176.000 pro Jahr gestiegen.

"Lege Wert auf Miteinander"

Frauschers Nachfolger hat sich beim Roten Kreuz vom Zivildiener 2007 bis zum Bezirksgeschäftsführer hochgearbeitet. Der Rieder hat beruflich 2008 im Rettungsdienst begonnen, vor einigen Jahren absolvierte er die Offiziersausbildung. Er setzte sich in einem Hearing unter acht Bewerbern durch.

"Ich lege viel Wert auf ein Miteinander und spüre eine große Akzeptanz unter den Mitarbeitern", so Dobler-Strehle.

Ein ausführliches Interview mit Josef Frauscher lesen Sie in der kommenden Woche in den Innviertler Nachrichten

Artikel von

Thomas Streif

Lokalredakteur Innviertel

Thomas Streif
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