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Innviertel

Jäger erschoss unter Schutz stehenden Raubvogel: Anzeige

Von Gerhild Niedoba 12. September 2019 12:04 Uhr

Symboldbild
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SCHÄRDING. In Suben hat in der Vorwoche ein Jäger eine Rohrweihe, einen besonders geschützten Greifvogel abgeschossen.

Ein Passant beobachtete den Vorfall und stellte den mutmaßlichen Schützen. Nun ermittelt die Polizei, es folgt eine Anzeige bei der Staatsanwaltschaft sowie bei der Bezirkshauptmannschaft Schärding. Neben dem Entzug seiner Jagdkarte droht dem Beschuldigten eine Freiheitsstrafe bis zu zwei Jahren.

Der Passant hatte das seltene Tier während seines Morgenspazierganges zunächst in der Luft beobachtet: „Plötzlich fällt ein Schuss, der Vogel fliegt schief und nach einem zweiten Schuss trudelt er zu Boden“, gab er später zu Protokoll. Als er daraufhin zur Abschussstelle habe laufen wollen, sei er von dem Jäger angehalten und mit der Begründung weggeschickt worden, dass er nur „eine Krähe geschossen“ habe. Da der Streit zu eskalieren drohte, fotografierte der Passant die zu diesem Zeitpunkt noch lebende Rohrweihe, bevor er ging. Bei einer späteren Nachschau sei das Tier nicht mehr dort gelegen, hieß es.

Da die Rohrweihe mit insgesamt 15 bis 25 Brutpaaren zu den seltensten Greifvögeln Oberösterreichs zähle, stelle der Verlust eines einzigen Tieres „einen gravierenden Rückschlag dar“, sagte BirdLife-Sprecherin Susanne Schreiber gestern. 

Artikel von

Gerhild Niedoba

Redakteurin Land und Leute

Gerhild Niedoba
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