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Impfquote im Bezirk höher als erfasst?

Von OÖN   21.September 2021

Ein paar hundert Corona-Impfungen sind der Grund, warum aktuell für den Bezirk Braunau Ausreisebeschränkungen gelten. Allerdings dürften in Wahrheit bereits mehr Menschen aus dem Bezirk Braunau geimpft sein, als offiziell erfasst: Viele Berufspendler, die ihre Schutzimpfung via Arbeitgeber in Bayern längst erhalten haben, aber in der heimischen Statistik schlicht nicht erfasst sind.

Um in der für die aktuellen Ausreisebeschränkungen maßgeblichen Statistik "aufzutauchen", muss nämlich die Impfung aus Deutschland im österreichischen E-Impfpass aufscheinen – das tut sie aber nur auf Eigeninitiative mittels Nachtrag eines heimischen Arztes, der aus der eigenen Tasche zu bezahlen ist. Dass viele der Betroffenen bisher davon Gebrauch gemacht haben, lässt sich eher bezweifeln: Zumal ja auch in Deutschland Impfbescheinigungen ausgestellt und diese bei uns de facto anerkannt werden.

Ob sich abschätzen lässt, wie viele Menschen aus dem Bezirk Braunau in Bayern bereits geimpft wurden, aber nicht in der heimischen Statistik erfasst sind? Dem Krisenstab des Landes liegen dazu keine Zahlen vor, wie eine Anfrage seitens der OÖN ergibt. Damit lässt sich auch die Frage schwer beantworten, ob der Bezirk Braunau in Wahrheit nicht ohnehin über der Impfquote von 50 Prozent liegt, die den Ausschlag zu den aktuellen Ausreisebeschränkungen gab.

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28. November 2021