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Innviertel

HTL Braunau setzte trotz Corona einige Entwicklungsprojekte um

13. Januar 2021 20:04 Uhr

HTL Braunau setzte trotz Corona einige Entwicklungsprojekte um
Bruno Plunger war coronabedingt von März bis Ende August in Uganda.

Die Pandemie hat die Projektarbeit der HTL in Entwicklungsländern beeinträchtigt, einiges konnte dennoch umgesetzt werden

BRAUNAU. Die Coronakrise hat voriges Jahr auch die ARGE Schulpartnerschaft der HTL Braunau beeinträchtigt. Geplante Kontakte und Veranstaltungen mussten abgesagt werden, dennoch konnte eine Reihe von Projekten umgesetzt werden.

Ein großes Projekt war der Werkstätten-Ausbau in der Brother Konrad School, einer Partnerschule in Uganda. Mittels Container waren Ausstattungsgegenstände im Wert von mehreren hunderttausend Euro in Österreich eingekauft und nach Uganda geliefert worden. 2019 wurden die Installation und die Inbetriebnahme der Maschine abgeschlossen. Voriges Jahr wurde nun eine umfassende Schulung durchgeführt und entsprechend mit den Maschinen gearbeitet.

Bruno Plunger, der coronabedingt von März bis Ende August in Uganda war, hat im Projektmanagement und der Arbeitsvorbereitung mit den Kollegen aus der Partnerschule gearbeitet. Dabei entstanden die Kirchenbänke für die Kathedrale in Lira, Schulbänke für eine Grundschule und eine Reihe unterschiedlicher Gebrauchsgegenstände von Mörsern bis zu Klappstühlen. Gleichzeitig wurden drei neue Projekte geplant und gestartet: Durch ein Aufforstungsprojekt wird eine nachhaltige Holzproduktion gefördert. Ein kleines fahrbares Sägewerk, das von der Brother Konrad School betreut wird, dient der Landbevölkerung. Für eine Mädchenschule, an der auch blinde und sehbehinderte Mädchen ausgebildet werden, konnten im Küchen- und im Sanitärbereich Renovierungen durchgeführt sowie ein Sicherheitszaun erstellt werden. In Nicaragua wurde der Ausbau des neuen Ausbildungszweiges "Energieeffizienz" unterstützt. So konnte die Schulpartnerschaft mit der Anschaffung von Messgeräten, Laboreinrichtungen und Werkzeugen unterstützen. Rund 200 Schüler sollen schlussendlich von diesem Ausbildungszweig profitieren.

Mehrmals gab es Aktionen, um Mittel für die Schulpartnerschaft zu bekommen. So wurde am HTL-Schulball 2020 das Nica-Café betrieben, dessen Ertrag zur Gänze an die Schulpartnerschaft geht. Durch den Verkauf von Zotter Schokoladen konnten ebenfalls Spendengelder lukriert werden. Es wurden auch die Kontakte zu Firmen gepflegt, die einzelne Projekte unterstützen.

Unterricht vor Ort

In der HTL hat es auch während des Lockdowns Werkstätten- und Labor-Unterricht gegeben. Durch eine Umstellung des Stundenplanes war es möglich, dass jede Klasse an einem Tag in der Woche im Schulgebäude praktischen Unterricht erhielt. Mit diesem Angebot wollten die Lehrkräfte ihre Schüler bestmöglich unterstützten. Es handelt sich um ein freiwilliges Angebot, das aber rege genutzt wird. Auch viele Internatsschüler haben teils lange Anreisewege zurückgelegt, um am Unterricht teilzunehmen. "Ich bin stolz, dass wir es geschafft haben, das Angebot auf die Beine zu stellen. Ich bin mir sicher, dass es die Schüler in ihrer Ausbildung in dieser schweren Zeit unterstützt hat", sagt Direktor Hans Blocher, der selbst jeden Tag des Lockdowns in der Schule verbracht hat.

Einen Überblick über die Schule und Ausbildungsmöglichkeiten können sich Interessierte am Tag der offenen Tür, der am Freitag, 15. Jänner, von 11 bis 17 Uhr stattfindet, vor Ort verschaffen. Anmeldung und mehr Infos zum Sicherheitskonzept gibt es unter www.htl-braunau.at

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