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Innviertel

"Haus der Arbeitnehmer" in Ried wird 2020 um 6,8 Millionen Euro neu gebaut

Von Thomas Streif und Dieter Seitl   04. Dezember 2019 00:04 Uhr

"Haus der Arbeitnehmer" in Ried wird 2020 um 6,8 Millionen Euro neu gebaut
In die Jahre gekommen ist das Gebäude in der Roseggerstraße.

RIED. Erneuerung der Geschäftsstelle von Arbeiterkammer, BFI, ÖGB und VHS fixiert.

In die Jahre gekommen ist die Bezirksstelle der Arbeiterkammer Ried in der Peter-Rosegger-Straße 26. Jetzt wird das Gebäude, in dem auch das Berufsförderungsinstitut (BFI), der ÖGB und die Volkshochschule Ried untergebracht sind, abgerissen und neu gebaut. "Die Bauverhandlung ist am 17. Dezember", sagte Rieds AK-Bezirksstellenleiter Siegfried Wambacher gestern auf Anfrage der Oberösterreichischen Nachrichten. Der Neubau sei aufgrund der technischen Voraussetzungen und der bestehenden Bausubstanz unausweichlich, der Altbestand des Gebäudes sei rund 60 Jahre alt und abgewohnt. Es bestehe sehr großer und akuter Handlungsbedarf, betont Wambacher.

Fertigstellung im Herbst 2021

"Der Neubau mit drei Gebäudeteilen wird sich am Umfeld orientieren und statt bisher vier nur noch zwei Geschoße umfassen. Dazu ist eine Tiefgarage mit rund 80 Auto-Stellplätzen geplant.

Insgesamt werden nach den Bauarbeiten rund 100 Parkplätze zur Verfügung stehen. In Zukunft wird den Kunden, Besuchern und Kursteilnehmern ein zentraler Eingang zur Verfügung stehen. Es wird ein neues Haus der Arbeitnehmer, wie wir es auch jetzt haben, entstehen", sagt Wambacher. Läuft alles nach Plan, soll im März 2020 mit den Arbeiten begonnen werden, eine Fertigstellung sei im Spätherbst 2021 realistisch, betont Wambacher.

Die Projektkosten sollen sich auf rund 6,8 Millionen Euro belaufen. Als Ausweichquartier wird am 2. März 2020 das ehemalige Verwaltungsgebäude der Siedlungsgenossenschaft ISG in der Rieder Goethestraße bezogen. Der Vertrag laufe auf rund zwei Jahre. "Je nach Bedarf per Option plus ein paar Monate mehr", so ISG-Direktor Herwig Pernsteiner im OÖN-Gespräch. Man sei sich einig.

Danach Wohnprojekt für Ältere

Für die "Nachnutzung nach der Nachnutzung" der ehemaligen ISG-Zentrale gebe es ein Denkmodell. "Langfristig planen wir am Standort Goethestraße ein Wohnkonzept für Menschen in der zweiten Lebenshälfte, barrierefrei, in Zusammenarbeit mit einer Hilfsorganisation. Der Standort ist dafür günstig gelegen, Nahversorger und Innenstadt sind in der Nähe."

Nach der interimistischen Nutzung durch die Arbeiterkammer soll das ehemalige ISG-Verwaltungsgebäude abgerissen und durch einen Neubau ersetzt werden. "Es soll ein Mietobjekt werden. Wir haben ein Konzept im Kopf, setzen aber vorerst andere Projekte um. Mit den genauen Planungen für die Nachnutzungen unsererseits wollen wir Ende nächsten Jahres beginnen."

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