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Innviertel

Großer Karrieresprung: Gurtner wird Ärztlicher Leiter der Kepler-Uniklinik

Von Josef Schuldenzucker  24. Oktober 2020 16:04 Uhr

Großer Karrieresprung: Gurtner wird Ärztlicher Leiter der Kepler-Uniklinik
Der Gurtner Karl-Heinz Stadlbauer wird neuer Ärztlicher Leiter des Linzer Kepler-Klinikums.

GURTEN, INNVIERTEL. Interview: Karl-Heinz Stadlbauer (45) setzte sich im Rennen um den Chefposten durch

Karl-Heinz Stadlbauer (45) wurde kürzlich zum Ärztlichen Direktor des Kepler Universitätsklinikums bestellt. Die Rieder Volkszeitung hat den Gurtner, der momentan noch Leiter der Institute für Anästhesie und Intensivmedizin am Salzkammergut-Klinikum Vöcklabruck und Gmunden ist, zu seinem großen Karrieresprung befragt.

Rieder Volkszeitung: Herzliche Gratulation zu Ihrem großen Karrieresprung. Wann ist der Entschluss gereift, sich als Ärztlicher Leiter für das Kepler-Klinikum zu bewerben?

Karl-Heinz Stadlbauer: Ich habe meine Bewerbung erst Anfang September abgeschickt. Dann ist alles sehr schnell gegangen. Es gab ein dreiteiliges Assessment, bestehend aus einem Vorsprechen bei der Kollegenschaft, einer externen Personalauswahl in München und einem abschließenden Hearing.

Wann werden Sie Ihren neuen Job antreten?

Das ist noch ein wenig offen. Vielleicht bereits im Dezember, längstens aber mit Jänner 2021 werde ich meinen Dienst antreten.

Was erwartet Sie bei Ihrem neuen Dienstgeber?

Das Klinikum ist mit rund 6.500 MitarbeiterInnen das zweitgrößte Klinikum Österreichs und hat als Universitätsklinikum einen Lehr- und Forschungsauftrag. Das alles gilt es entsprechend zu positionieren und weiterzuentwickeln. Eine sehr spannende und herausfordernde Aufgabe!

Sind Sie da noch Arzt oder eher nur mehr Manager?

In meiner neuen Funktion bin ich ausschließlich Manager, aber natürlich fließen meine bisherigen Erfahrungen als Arzt mit ein.

Mit 45 Jahren sind Sie noch sehr jung für diese Führungsaufgabe, warum glauben Sie, ist die Entscheidung zu Ihren Gunsten ausgefallen?

Insgesamt gab es sieben Bewerbungen, von den anderen Bewerbern weiß ich eigentlich gar nichts. Ich kenne auch das Alter der anderen Bewerber nicht, aber ich denke, das war auch nicht ausschlaggebend für die Entscheidung. Fakt ist, dass die neue Führung etwas bewegen will. Wir sind jung und dynamisch und das passt gut zum ebenfalls jungen Universitätsklinikum. Und der Altersschnitt lässt ja auch darauf schließen, dass wir unsere Funktionen länger ausüben werden und damit langfristig gemeinsam an der Umsetzung unserer Ziele arbeiten können.

Momentan gibt es weltweit nur ein Thema: Corona. Wie lange wird uns dieses Virus noch in Atem halten?

Da bin ich eigentlich nicht der richtige Ansprechpartner. Virologie ist nicht mein Fachthema, deshalb kann ich keine seriösen Aussagen zu diesem Thema treffen.

Wird es jemals wieder so sein wie vor Corona?

Das wir sicher sehr, sehr lange dauern. Die Angst vor Infektionskrankheiten hat sich in der Bevölkerung mittlerweile verankert. Es werden neue Infektionswellen auf uns zukommen. Die hundertprozentige Normalität wie sie vorher war, wird es wohl nicht mehr geben.

Wo liegen privat die Prioritäten in Ihrem Leben?

Die Zeit, die ich zuhause bin, verbringe ich am liebsten mit meiner Familie. Ich spiele mit meinen Kindern Tennis oder gehe gerne auf den Fußballplatz. Die Freizeitaktivitäten sind dort angesiedelt, wo sich auch meine Kinder wohlfühlen.

Was ist der teuerste Gegenstand, den Sie besitzen?

Ein Klavier. Obwohl ich eigentlich gar nicht spielen kann. Aber ich klimpere ein wenig darauf herum. Mein ältester Sohn Simon spielt extrem gut. Er hat sich das über viele verschiedene Kanäle selber beigebracht. Er spielt Lieder von Queen, das hört sich extrem gut an.

Womit kann man Sie auf die Palme bringen?

Ich bin ein äußerst positiver Mensch. Wenn ich jemanden treffe, gehe ich positiv auf ihn zu. Das könnte man vielleicht auch als ein wenig naiv bezeichnen. Aber mit meiner Offenheit und Klarheit bin ich in meinem Leben eigentlich immer gut gefahren.

Gibt es etwas, das Ihnen gar nicht liegt?

Da gäbe es mehrere Dinge. Am wenigsten Freude habe ich mit irgendwelchen Bastelarbeiten. Da habe ich eher zwei "Linke".

Artikel von

Josef Schuldenzucker

Lokalredakteur Innviertel

Josef Schuldenzucker
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