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Groß-Geothermie: Dritte Bohrung bald am Netz – folgt weitere Bohrung?

RIED/MEHRNBACH. Größte Geothermie Österreichs wächst – nun kann Netz weiter ausgebaut werden.

Groß-Geothermie: Dritte Bohrung bald am Netz – folgt weitere Bohrung?

„Es dürfte viel Wasser da sein – und das offenbar mit 100 Grad“, so Binder Bild: OÖN

Die dritte Bohrung zur größten Geothermie Österreichs, die weite Teile Rieds und Mehrnbachs mit umweltfreundlicher Heizenergie versorgt, soll dieser Tage via Pumpversuch ans Netz gehen.

Eine dritte Bohrung war wegen großer Nachfrage nötig geworden. Der Bohrturm ist bereits abgebaut, in wenigen Tagen soll die Verrohrung an der Oberfläche abgeschlossen sein, so Helmut Binder, Geschäftsführer der Energie Ried, auf OÖN-Anfrage.

Die Energie des sehr heißen Wassers aus mehr als 2000 Metern Tiefe wird mittels Wärmetauscher an der Oberfläche in Mehrnbach ins Netz "gespeist", das "echte" Geothermalwasser muss anschließend über eine bereits länger bestehende Bohrstelle wieder in die Tiefe reinjiziert werden.

Die Projektbetreiber sind jedenfalls optimistisch. Ersten Analysen zur Folge "Es dürfte viel Wasser da sein – und das offenbar mit 100 Grad. Das wäre sehr erfreulich. Bald haben wir Gewissheit", so Binder im OÖN-Gespräch. Erfolg vorausgesetzt, sollen an der dritten Geothermiebohrung am Ende 90 bis 100 Liter heißes Wasser pro Sekunde an die Oberfläche gefördert werden. Die Behörde schreibt im nun anstehenden Pumpversuch konstante, in weiterer Folge steigende Mengen vor, um zu sehen, wie sich der Pegel in der Tiefe entwickelt – zumal keine anderen Betriebe wie zum Beispiel die Thermen in Bad Füssing beeinträchtigt werden dürfen. Die Nachfrage sei jedenfalls sehr groß, so Binder. Und es seien weitere Großabnehmer in der Pipeline – von der Kaserne über das Krankenhaus und das Justizwachegebäude bis hin zum Maximarkt, der derzeit neu errichtet wird sowie ISG-Wohnblöcke.

Kommt vierte Bohrung?

Dem Vernehmen nach gibt es wegen der anhaltenden Nachfrage sogar Überlegungen zu einer weiteren, vierten Bohrung. Dazu will sich der Geschäftsführer der Energie auf OÖN-Anfrage allerdings nicht äußern. Die Energie Ried, die nun mittels Geothermie ein eigenes "Kraftwerk" hat und zudem Strom- und Erdgasversorger ist, baut übrigens derzeit das dazugehörige Elektrogeschäft beim Rieder Hauptplatz um. Eine provisorische Filiale ist ganz in der Nähe beim Kirchenplatz eingerichtet. "Für die Umbauarbeiten sind zwei Monate vorgesehen, das Erdgeschoß wird – bis auf die Mauern – völlig neu gestaltet", so Binder. Das Obergeschoß wurde bereits vor zwei Jahren umgebaut.

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Artikel Dieter Seitl 20. Februar 2019 - 00:04 Uhr
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