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Innviertel

Gerald Baumgartner: "Wir denken in keiner Weise über Abgänge nach"

Von Thomas Streif 05. Dezember 2019 18:11 Uhr

Gerald Baumgartner: "Wir denken in keiner Weise über Abgänge nach"
Nimmt mit der SV Ried den Aufstieg ins Visier: Gerald Baumgartner (GEPA)

Interview: Ried-Trainer will sein Team für den Aufstiegskampf noch punktuell verstärken

24 Siege, sieben Unentschieden und nur drei Niederlagen. So lautet die eindrucksvolle Bilanz von Gerald Baumgartner als Trainer und Sportdirektor der SV Guntamatic Ried. Im OÖN-Interview lässt er sein erstes Jahr im Innviertel Revue passieren.

Sie sind jetzt seit einem Jahr Trainer in Ried, wie fällt Ihr Fazit aus?

Wir haben ein sehr starkes Frühjahr gespielt mit zehn Siegen und fünf Unentschieden, leider hat auch Wattens die Hausaufgaben erledigt und wir sind knapp gescheitert. Die Enttäuschung über den verpassten Aufstieg war schon sehr groß, da fällt man schon ein paar Tage in ein Loch. Dann aber haben wir sofort wieder begonnen, mit weniger Budget einen möglichst starken Kader zusammenzustellen.

Die Mannschaft hat zuletzt neun Siege in Serie eingefahren. Wie begründen Sie den Erfolgslauf?

Leider waren wir zu Saisonbeginn nicht voll auf der Höhe. Nach der zweiten Heimniederlage gegen den GAK gab es eine klare Aussprache. Vor den vielen Derbys in Serie ist ein Ruck durch die Mannschaft gegangen, der erste Sieg war so etwas wie eine Initialzündung, mit jedem Erfolg ist das Selbstvertrauen größer geworden. Das Trainerteam, das toll zusammenarbeitet, hat viele Einzelgespräche geführt, mehrere Teambuilding-Maßnahmen haben uns zusätzlich zusammengeschweißt.

Stichwort Kader: Gehen Sie davon aus, dass der Kader gehalten werden kann?

Wir haben ein gemeinsames, großes Ziel vor Augen, das wir gemeinsam erreichen wollen. Bei der Vorstandssitzung haben wir besprochen, dass wir alle Spieler halten. Sollte ein wirklich "unmoralisches" Angebot auf dem Tisch liegen, muss man sich das anschauen. Es gab grünes Licht, dass wir im Winter den einen oder anderen Spieler holen können. Über Abgänge denken wir in keiner Weise nach. Wie es jetzt aussieht, wird mein absoluter Wunschspieler bis zum Trainingsstart am 7. Jänner einen Vertrag in Ried unterschrieben haben. Wenn wir einen Offensivspieler holen, müssen wir wahrscheinlich auch einen abgeben, das ist die verständliche Vorgabe des Vorstands. Nicht vergessen darf man, dass mit Ante Bajic ein sehr wichtiger Spieler in die Mannschaft zurückkehrt. Er arbeitet Tag für Tag sehr hart, er wird uns im Frühjahr sicher viel Freude bereiten.

Wie ist Ihre Gesprächsbasis mit dem Vorstand?

Sehr gut. Im Verein arbeitet jeder, vor allem auch die Mitarbeiter, in der Geschäftsstelle oder im Trainingszentrum mit vollem Einsatz für den Verein. Für diese Leute, die schon so lange für den Verein arbeiten, den vielen treuen Sponsoren und den Fans wollen wir diesen Aufstieg schaffen, jeder hier hätte sich das verdient.

Ried hat in der vergangenen Saison hauchdünn den Aufstieg verpasst. Warum geht es sich in dieser Spielzeit aus?

Wir haben die meisten Tore erzielt, die wenigsten erhalten. Das zeigt von Qualität. Wir müssen jetzt gescheit genug sein, den Kader zusammenhalten und die eine oder andere Verstärkung holen. Dann können wir es schaffen. Wir müssen uns optimal auf die Rückrunde vorbereiten, denn zum Auftakt müssen wir beim Spitzenspiel gegen Klagenfurt voll da sein.

Es gab durchaus angriffige Aussagen von Klagenfurt-Trainer Robert Micheu in Richtung SV Ried. Wie geht man damit um?

Es kann jeder seine Meinung haben. Ich werde nicht den Fehler machen und darauf einsteigen. Klagenfurt spielt eine sehr starke Saison, die Aussagen will ich nicht kommentieren.

Ried ist extrem auswärtsstark, hat aber im Frühling acht Heim- und nur sechs Auswärtsspiele. Ist der Heimvorteil in Wahrheit ein Nachteil?

Das sehe ich überhaupt nicht so. Wir spielen lieber daheim, wo immer eine tolle Atmosphäre herrscht. Unsere Fans unterstützen uns daheim und auswärts großartig. Das ist noch ein Grund für die jüngsten Erfolge.

Angenommen, Sie schaffen den Aufstieg. Sehen Sie Ihre Zukunft auf der Trainerbank oder als Sportdirektor/Manager?

Damit beschäftige ich mich derzeit überhaupt nicht. Wir haben alle ein großes Ziel vor Augen, alles andere ist derzeit unwichtig.

Programm für die Vorbereitung wurde fixiert

Trainingsstart für die Profis der SV Ried ist am Dienstag, 7. Jänner. Am 14. Jänner steht auf dem Kunstrasen im Rieder Leichtathletik-Stadion ein Testspiel gegen Bundesligist St. Pölten (14 Uhr) auf dem Programm. Gegen den SAK Salzburg wird am 18. Jänner, 14 Uhr, ebenfalls in Ried getestet. Am 22. Jänner ist um 14 Uhr in Ried ein Aufbauspiel gegen Bundesliga-Aufsteiger Wattens geplant.

Am 23. Jänner gastiert die SVR um 19 Uhr bei Wacker Burghausen, gegen den FC Nitra (Slowakei) wird am 29. Jänner in Neuhofen/Ybbs getestet. Von 2. bis 9. Februar fliegen die Innviertler für ein Trainingslager in die Türkei. Dort sind drei Freundschaftsspiele geplant. Das letzte Testspiel vor dem Frühjahrsauftakt gegen Klagenfurt absolviert die SVR am 14. Februar in Ried gegen Dukla Prag (14 Uhr).

Artikel von

Thomas Streif

Lokalredakteur Innviertel

Thomas Streif
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