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Innviertel

Einkaufszentrum Mattighofen geplant: "Es gibt auch ein Leben nach Corona"

Von Magdalena Lagetar  17. Oktober 2020 00:04 Uhr

Einkaufszentrum Mattighofen geplant: "Es gibt auch ein Leben nach Corona"
Ernst Mayr präsentierte seine Pläne.

MATTIGHOFEN. Fussl-Chef Ernst Mayr präsentierte der Kaufmannschaft seine Einkaufszentrumspläne.

Mit Spannung erwartet werden die Pläne von Fussl-Chef Ernst Mayr, der im Stadtkern von Mattighofen ein Einkaufszentrum bauen will. Erste Einblicke gab er Mitgliedern der Kaufmannschaft am Donnerstagabend: Geplant ist eine Verkaufsfläche von 6600 Quadratmetern; vier große "Ankergeschäfte" und mehrere kleinere Händler sollen darin Platz finden. Inbegriffen ist die derzeitige Fussl-Filiale in Mattighofen – der Ausgangspunkt des Baus. Zusätzlich sollen acht bis zehn Wohnungen entstehen.

Kaufkraft soll im Ort bleiben

"Mattighofen hat die ideale Lage zwischen Braunau und Salzburg", davon ist Mayr überzeugt. Von seinem Einkaufszentrum werde der Mattighofner Handel profitieren. "Wenn wir es schaffen, dass die Kaufkraft nicht in die großen Städte rundherum abfließt, sondern im Ort bleibt, dann haben wir alle was davon", sagte er. Das Einkaufszentrum werde an den Stadtplatz angebunden – ebenerdig. Die derzeitige Fussl-Filiale in der Brauereistraße und das angekaufte Brauereigebäude bleiben. "Dieses stellt ein Charakteristikum von Mattighofen dar, das wir erhalten wollen", betonte Mayr. Zwei Parkdecks mit Platz für 114 Autos runden die Pläne ab. Zum Vergleich: Am Stadtplatz Mattighofen können 120 Autos parken. Gebaut werden soll ein ökologisches Vorzeigeprojekt: ressourcenschonend, wenig CO2-Ausstoß, Photovoltaikanlagen.

Wann es losgehen wird, kann Mayr noch nicht sicher sagen, die Gespräche mit Händlern laufen intensiv. "Leider ist aufgrund der Pandemie der Optimismus bei vielen Händlern ein bisschen geschrumpft, aber es gibt auch ein Leben nach Corona. Wir dürfen den Kopf nicht in den Sand stecken", so Mayr. Drei Ankerbetriebe müssten zusagen, dann kann der Startschuss für den Bau fallen. Geachtet wird dabei auf einen Branchenmix: Ein Lebensmittelbetrieb, ein Drogeriemarkt, ein Sporthändler und ein Discountmarkt schweben Mayr dabei vor. Aber auch Mode soll Platz haben. "Ich habe keine Scheu vor dem Mitbewerb", sagt der Fussl-Chef, der mit verschiedenen Modeketten Gespräche führt. Dass Betriebe vom Stadtplatz ins Einkaufszentrum umsiedeln, sei nicht das vorrangige Ziel. "Aber ich verweigere mich nicht, wenn jemand Interesse hat", sagte er den Kaufleuten vor Ort. "Wir brauchen beides, das Einkaufszentrum und die Geschäfte am Stadtplatz, wir wollen die Innenstadt nicht außen vor lassen", betonte er.

Seit 15 Jahren gibt es schon die Idee für ein Einkaufszentrum in Mattighofen, das Projekt sei leider kein einfaches. "Aber ich bin zuversichtlich, dass wir es bald bauen", zeigte sich Mayr bei der Präsentation seiner Pläne optimistisch.

Artikel von

Magdalena Lagetar

Lokalredakteurin Innviertel

Magdalena Lagetar
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