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Innviertel

Der Lockdown hört nicht einfach an der Grenze zu Bayern auf

Von Magdalena Lagetar  09. Dezember 2021 05:20 Uhr

Die Innbrücke zwischen Braunau und Simbach.

INNVIERTEL/BAYERN. Eigener Wohnbereich darf nur in Ausnahmefällen verlassen werden – die Grenze daher nur aus diesen Gründen passiert werden.

 Der kleine und große Grenzverkehr rollt auch im Lockdown munter weiter. Dass es in der vierten Welle nicht erneut zu unbeliebten Grenzschließungen gekommen ist, bedeutet aber nicht, dass die Grenze nach Bayern einfach so passiert werden kann, klärt der Krisenstab des Landes auf.

Denn nach wie vor gilt in (Ober)Österreich ein Lockdown samt ganztägigen Ausgangsbeschränkungen. Der eigene Wohnbereich darf daher nur in Ausnahmefällen verlassen werden – kurz zusammengefasst: Arbeit, Einkauf von Grundgütern des täglichen Lebens, körperliche Erholung im Freien und Notfälle. Dürfen also Oberösterreicher nach Bayern fahren, um einzukaufen? Ja, aber eben nur Grundgüter des täglichen Lebens. Handelt es sich um Einkäufe, die nicht diesem Zweck dienen, ist der Einkauf in Deutschland nicht zulässig, stellt der Corona-Krisenstab des Landes klar. Selbiges gilt für den Besuch der Gastronomie, von Veranstaltungen, Fitnessstudios etc.: Diese Besuche fallen nicht unter die Ausnahmeregelung. Wer sich nicht an die Regeln hält, begeht eine Verwaltungsübertretung und ist mit einer Geldstrafe von bis zu 1450 Euro zu bestrafen, so der Krisenstab. Auch „Zweckumwidmungen“ sind nicht zulässig: Rechtlich zulässige Spaziergänge mit anschließendem Besuch von Einkaufszentren und Restaurants sind nicht erlaubt, betonen auch die WKO-Obmänner der Grenzgebiete in Schärding und Rohrbach. Die Obmänner Andras Höllinger und Florian Grünberger appellieren, die regionalen Abhol- und Lieferservices zu nutzen.

In Bayern gilt weitgehend ein „Lockdown für Ungeimpfte“: Zutritt zu Gastro, Fitnessstudios etc. ist meist nur mit 2G bzw. 2Gplus (geimpft oder genesen und zusätzlich getestet) erlaubt. Ist die Sieben-Tages-Inzidenz höher als 1000 kommt es zu flächendeckenden Schließungen.

Artikel von

Magdalena Lagetar

Lokalredakteurin Innviertel

Magdalena Lagetar

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