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Innviertel

Debatte um den Kasernenstandort

Von Dieter Seitl  17. Juli 2021 00:04 Uhr

Debatte um den Kasernenstandort
Schützenpanzer "Ulan"

RIED. Dass es auch in Zukunft im Raum Ried Bundesheer geben wird, schein vorerst fix – wenngleich Fragen zum genauen Standort und zum Leistungsumfang offenbleiben.

Die Stadt Ried und das Land haben jedenfalls eindringliche und detaillierte Resolutionen an das Verteidigungsministerium übermittelt, die auf den Erhalt des vollen Leistungsspektrums mit Panzern und Grenadieren abzielen.

Sinngemäß würde ein Abzug der Schützenpanzer "den Einstieg zum Ausstieg" bedeuten, so vielfache Befürchtungen. Die Neos haben eine parlamentarische Anfrage an Verteidigungsministerin Klaudia Tanner eingebracht. In der Beantwortung führt Tanner aus: "Der Erhalt aller Standorte in Oberösterreich ist sichergestellt." Das beziehe sich auf das Personal und die dementsprechenden militärischen Liegenschaften, so die Ministerin.

Außer Frage stehe, dass es bei der Infrastruktur Optimierungsbedarf gibt. "Daher sind mehr als 50 Millionen Euro für die Modernisierung der militärischen Infrastruktur im Raum Ried budgetiert. Betreffend die Schützenpanzer Ulan ist festzuhalten, dass Modernisierungsmaßnahmen für den Erhalt des Waffensystems vorgenommen werden. Die Details werden derzeit geprüft", so die Ministerin. Eine eindeutige Festlegung auf den Standort der Panzer ist das allerdings nicht, so Kritiker.

Auch alternativer Standort im Visier

Wie berichtet, wird seitens des Ministeriums für den Standort Ried offenbar auch ein alternativer Kasernen-Standort geprüft. Demnach könnte die Wohnbaugenossenschaft ISG das bestehende, neun Hektar große Rieder Kasernen-Areal übernehmen und verwerten – und dem Ministerium im Tausch eine Fläche am sogenannten Rieder Bermudadreieck am Stadtrand Richtung Mehrnbach für einen Neubau überlassen.

Die Rieder Stadtpolitik ist über den Vorstoß der ISG, wie berichtet, alles andere als erfreut. "Ich bin echt sauer. Ried ist hier ganz klar überfahren worden", so FP-Vizebürgermeister Thomas Dim, der wie die Spitzen der anderen Parteien Kritik übt.

Artikel von

Dieter Seitl

Lokalredakteur Innviertel

Dieter Seitl
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