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Innviertel

Corona: Weiter angespannte Situation auf den Innviertler Intensivstationen

Von Thomas Streif  02. Dezember 2020 06:06 Uhr

Corona-Pandemie: Weiter angespannte Situation auf den Intensivstationen
25 Corona-Patienten müssen derzeit auf den Intensivstationen in den Innviertler Spitälern behandelt werden.

BRAUNAU/RIED/SCHÄRDING. 135 Corona-Patienten wurden mit Stand gestern in den drei Innviertler Spitälern behandelt.

Etwas mehr als 3000 Corona-Neuinfektionen und 141 Corona-Todesopfer wurden gestern in Österreich registriert.

Auch die Zahlen im Innviertel sind zuletzt zurückgegangen, befinden sich aber leider noch immer auf einem sehr hohen Niveau. Im Vergleich zur Gesamteinwohnerzahl gab es mit Stand gestern, 12 Uhr, im Bezirk Schärding die meisten aktuellen Corona-Fälle (396) in Oberösterreich, gefolgt von Braunau (682). Ried lag in OÖ auf dem vierten Platz (370).

Wenig überraschend ist daher, dass die Situation in den drei Innviertler Krankenhäusern nach wie vor angespannt ist.

Mit Stand Dienstag wurden im Spital Braunau 53 Patienten mit Corona-Erkrankungen behandelt, elf davon auf der Intensivstation. Diese Zahlen lagen am 6. November noch bei 25 Patienten, drei auf der Intensivstation. "Wir befinden uns derzeit auf einem Plafond", sagt Christian Huber, Pressesprecher des Braunauer Spitals. Aktuell sei noch ein Intensivbett in Braunau frei, diese würden aber oberösterreichweit koordiniert. "Die Situation ist unverändert ernst", so Huber auf OÖN-Anfrage.

Ried: Elf Corona-Intensivpatienten

Auf konstant hohem Niveau ist die Anzahl der Corona-Kranken im Krankenhaus Ried. "Die Lage ist unverändert ernst", sagt Johannes Huber, Ärztlicher Direktor des Rieder Spitals. Von 49 stationären Patienten müssen elf auf der Intensivstation betreut werden. "Wir bemerken zwar einen leichten Rückgang der Patientenzahlen auf den Normalstationen, müssen aber mehr Personen intensivmedizinisch betreuen", so Huber.

Von zwölf Beatmungsplätzen sind derzeit neun belegt. "Der Kapazitätsengpass liegt aber nicht bei den Betten, sondern beim Personal, weil die Behandlung von Covid-19-Erkrankten im Vergleich zu "normalen Intensivpatienten" sehr personalintensiv ist", sagt Huber und fügt hinzu: "Die Lage ist für alle, vor allem die Mitarbeitenden des Intensivverbundes, noch immer sehr anstrengend. Wir sind stolz auf die hervorragende Zusammenarbeit bei uns im Haus."

Im Klinikum Schärding wurden, Stand gestern, 33 Personen mit einem positiven Covid-19-Befund stationär behandelt, fünf davon auf der Intensivstation. "Die Zahlen sind noch immer verhältnismäßig hoch, da es rund eine Woche dauert, bis ein Teil der Erkrankten ins Klinikum eingeliefert werden muss, auf der Intensivstation sind dies sogar bis zu drei Wochen. Laut Prognosen sollten unsere Patientenzahlen in den kommenden Tagen sinken, da auch die Zahl der Neuinfektionen sinkt", sagt Thomas Meindl, Ärztlicher Direktor des Schärdinger Krankenhauses.

Es seien derzeit ständig fünf bis sechs Intensivbetten mit Corona-Patienten belegt, dementsprechend groß sei die Auslastung. Ein Intensivbettenmanagement aller oberösterreichischen Spitalsträger sei dafür verantwortlich, eine optimale Versorgung für Covid-19-Intensivpatienten zu gewährleisten. "Wir stehen auch mit den Krankenhäusern Ried und Braunau in ständigem Kontakt, um im Bedarfsfall ,Innviertler Lösungen‘ zu schaffen", sagt Meindl, der das Krankenhauspersonal lobt: "Die Mitarbeiter leisten Außergewöhnliches. Die Zusammenarbeit ist durch Verständnis und gegenseitige Unterstützung geprägt, wofür ich mich herzlich bedanke."

Akutfälle und dringend notwendige Operationen werden in den drei Innviertler Spitälern nach wie vor jederzeit behandelt oder durchgeführt. "Wenn jemand ein Spital benötigt, dann soll er dieses unbedingt aufsuchen", appellieren Meindl und Johannes Huber vom Krankenhaus Ried.

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Thomas Streif

Lokalredakteur Innviertel

Thomas Streif
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