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Innviertel

Chabbi: "Es tut unglaublich weh, dass ich nur von draußen zusehen kann"

Von Thomas Streif  25. Januar 2022 08:13 Uhr

Chabbi: "Es tut unglaublich weh, dass ich nur von draußen zusehen kann"
Stürmer Seifedin Chabbi (28) erzielte in der aktuellen Saison bereits sechs Tore für die SV Guntamatic Ried.

RIED. Ellbogenbruch: Stürmer Seifedin Chabbi fehlt der SV Ried in den kommenden Wochen

"Die Operation ist sehr gut verlaufen, ich bin zufrieden und habe kaum noch Schmerzen", sagt Seifedin Chabbi im OÖN-Telefonat. Der 28-jährige Stürmer der SV Guntamatic Ried hat sich beim Testspiel am 15. Jänner gegen Steyr, wie berichtet, einen komplizierten Bruch des Ellbogens zugezogen. "Ich hatte in meinem Leben noch nie solche Schmerzen, ich dachte, ein Ast bricht ab. Aber zum Glück ist es relativ rasch wieder besser geworden", so Chabbi. Vorausgegangen war der Verletzung ein Foulspiel eines Gegenspielers. "Ich weiß, dass das keine Absicht war. Eine Nachricht vom Steyr-Verteidiger habe ich nicht erhalten. Vielleicht bin ich da ein wenig altmodisch, weil ich finde, dass sich das gehört", sagt Chabbi, dessen Blick sich jetzt aber nach vorne richtet.

Zuversicht bei Chabbi

Am vergangenen Mittwoch wurde Chabbi im Rieder Spital operiert, nach zwei Nächten durfte er wieder nach Hause. Derzeit erholt er sich mit seiner Frau und dem drei Monate alten Sohn Nael in Vorarlberg.

Chabbi: "Es tut unglaublich weh, dass ich nur von draußen zusehen kann"
Am vergangenen Mittwoch wurde Chabbi im Spital operiert.

Noch rund zwei Wochen muss der Ellbogen mit einem Gips ruhiggestellt werden, dann beginnt Chabbi, an seinem Comeback zu arbeiten. "Ich habe kein Problem damit, viel Zeit im Trainingszentrum zu verbringen. Das medizinische Team der SV Ried ist super, hier bin ich sehr gut aufgehoben. Ich bin guter Dinge, dass ich bald wieder auf dem Platz stehen kann, weil ich grundsätzlich ein positiver Mensch bin. Meine letzte schwerere Verletzung liegt jetzt schon zwölf Jahre zurück, das war in der U19-Mannschaft von Hoffenheim." So gesehen könne er sich über bisheriges Verletzungspech in seiner Karriere nicht beklagen. Die kommenden fünf sehr wichtigen Spiele seiner Mannschaft wird der Stürmer, der mit sechs Saisontoren der beste Schütze der SV Ried in der aktuellen Saison ist, nur von der Tribüne oder dem Fernseher aus verfolgen können. "Es tut unglaublich weh, dass ich nur von draußen zusehen kann. Ich würde der Mannschaft in dieser so wichtigen Saisonphase gerne helfen", sagt Chabbi, der auf sein Comeback im Laufe des März hofft.

"Haben eine Riesenmöglichkeit"

Die Mannschaft sei in der Lage, die Qualifikation für die Meistergruppe und den Einzug in das Cup-Halbfinale zu schaffen, ist der 28-Jährige überzeugt. Vier Runden vor Ende des Grunddurchgangs haben die Rieder drei Punkte Vorsprung auf den Tabellensiebten.

"Wir haben eine Riesenmöglichkeit und zweifelsohne die Qualität, uns für die Meistergruppe zu qualifizieren. Wir haben uns diese gute Ausgangsposition hart erarbeitet, diese wollen wir jetzt nutzen", sagt Chabbi, der in Ried Vertrag bis zum Sommer 2023 hat und sich mit seiner Familie im Innviertel wohlfühlt.

Dass er im Herbst wiederholt nicht in der Startformation stand, sei bitter gewesen. "Der Trainer hat mir seine taktischen Gründe in einem Gespräch dafür gesagt. Es tut zwar weh, aber es ist zu akzeptieren", sagt der Stürmer, der bereits von Sommer 2017 bis Sommer 2018 in Ried kickte, es folgten Stationen bei Gaziantep (Türkei), St. Mirren (Schottland) und TSV Hartberg.

Matthias Gragger trainiert wieder mit der Mannschaft
Matthias Gragger

Matthias Gragger trainiert wieder mit der Mannschaft

Bei Sonnenschein und vier Grad plus absolvierte die SV Guntamatic Ried gestern Nachmittag die erste Trainingseinheit in dieser Woche. Mit dabei war auch Matthias Gragger. Der 20-jährige rechte Verteidiger absolvierte nach seiner Knieverletzung das erste Mannschaftstraining. Trainer Robert Ibertsberger steht damit demnächst ein weiterer Spieler zur Verfügung. Auch Marcel Canadi, der wegen eines Leistenbruches in dieser Saison noch gar nicht zum Einsatz kam, könnte im Frühling in der Offensive der Rieder ein zusätzlicher Faktor werden.

Mit Robin Ungerath wurde ein Mittelstürmer vom deutschen Viertligisten Burghausen verpflichtet. Der 23-Jährige gilt als Perspektivspieler und soll sich in Ried Stück für Stück an die Bundesliga heranarbeiten.

Lukas Schlosser, der für die Jungen Wikinger im Herbst in der Regionalliga acht Tore erzielte, wird im Frühjahr möglicherweise in Burghausen auf Torjagd gehen, ein Leihgeschäft steht im Raum. Am Freitag absolvieren die Rieder das letzte Testspiel vor dem Cup-Viertelfinale. Gegner um 14 Uhr in der Josko-Arena ist Amstetten, 250 Besucher sind erlaubt, der Eintritt ist frei. Es gilt die 2G-Regel. Einlass ist ab 13 Uhr beim Eingang Süd.

Artikel von

Thomas Streif

Lokalredakteur Innviertel

Thomas Streif

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