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Braunauer Warte am Inn

Ein Mann mit dem Willen aus Stahl

11. November 2021 00:04 Uhr

Ein Mann mit dem Willen aus Stahl
Mit Pokalen kennt sich der Ausdauersportler aus Braunau aus.

BRAUNAU. Hans-Jörg Hager gehört zweifellos zu den Urgesteinen des Triathlon ATSV Braunau und kann inzwischen eine schier endlose Reihe an Erfolgen vorweisen. Darunter die Teilnahme an mehr als 300 Triathlons. Dabei begann seine Liebe zum Sport tragisch: Mit nur 24 Jahren erlitt der Innviertler eine Gehirnblutung. Schritt für Schritt kämpfte sich der Braunauer zurück ins Leben und entdeckte ein paar Jahre später seine Leidenschaft für die Sportarten Schwimmen, Radfahren und Laufen. "Ganz unbewusst habe ich also alles trainiert, was man für einen Triathlon braucht", sagt Hager. Doch es sollte noch geraume Zeit vergehen, bis er erstmals bei einem derartigen Wettkampf an der Startlinie stand. Für sein Debüt wählte Hager 1997 den Braunauer Triathlon aus. "Ich hatte die Befürchtung, als Letzter ins Ziel zu kommen. Dem war aber nicht so. Ich landete im zweiten Drittel des Teilnehmerfeldes und war mit meiner Zeit von 1:25,09 Stunden ganz zufrieden", erinnert sich der 57-Jährige.

Mit dem "Virus" infiziert

Spätestens zu diesem Zeitpunkt hatte ihn die Triathlon-Leidenschaft gepackt. Noch im gleichen Jahr schloss er sich dem Braunauer Verein an, begann intensiver zu trainieren und startete beim Inn-Salzach-Cup. 1998 übernahm er die Leitung der Sektion Triathlon des ATSV Braunau und blieb bis 2003 im Amt. "In dieser Zeit habe ich auch den Triathlon in Braunau organisiert. Damals war alles noch analog – angefangen von der Ausschreibung, dem Flyer und so weiter. Alles musste mühsam händisch erfasst werden, wie zum Beispiel die Anmeldungen, die mich damals noch per Post erreichten. Das ist heute mit Online-Anmeldung, E-Mail und Handy alles doch bedeutend einfacher geworden", sagt Hager.

Einen seiner größten Erfolge feierte der Innviertler in Podersdorf am Neusiedler See. Dort absolvierte er 2006 die geforderten Distanzen von 3,8 Kilometer schwimmen, 180 Kilometer Rad fahren und 42,2 Kilometer laufen in 9:35 Stunden. Schöne Erinnerungen hat der 57-Jährige auch an den Triathlon in Moritzburg, wo der Halbmarathon auf jener Burg gelaufen wird, auf der in den 70er-Jahren der Filmklassiker "Drei Nüsse für Aschenbrödel" gedreht wurde. "Auch die Triathlons in Monaco und Klagenfurt waren Highlights, die ich nicht vergessen werde", sagt Hans-Jörg Hager, der in seiner stärksten Saison insgesamt 18 Triathlons bewältigt hat.

Einer seiner emotionalsten Momente hat weniger mit einer sportlichen Spitzenleistung zu tun. "Das war beim Triathlon in Braunau, als ich in einer Staffel mit Athleten mit körperlicher Behinderung gestartet bin. Ich habe sie damals auch trainiert und auf das Rennen vorbereitet. Beim Einlauf gab es Standing Ovations und Applaus aller anderen Triathlon-Teilnehmer. Beim Gedanken daran habe ich heute noch Gänsehaut", erinnert sich der Innviertler.

Noch lange nicht Schluss

Für Hans-Jörg Hager ist Triathlon zu einer Lebenseinstellung geworden. "Ich will fit bleiben, bis ich in die Altersklasse 60 komme. Das ist 2024. Und dann habe ich hoffentlich noch ein paar gesunde Jahre, um meine Form zu beweisen", sagt der Ausdauersportler, der am 1. Mai 2022 auf jeden Fall beim Heim-Triathlon in Braunau starten will. Interessierte können sich dafür ab Dezember auf der Homepage www.tribraunau.at anmelden.

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