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Künstler Walter Riemer: Ein Gewinn für Braunau und die Kunst

BRAUNAU. Der Todestag des angesehenen Künstlers Walter Riemer aus Ranshofen jährt sich heuer zum dritten Mal.

Künstler Walter Riemer: Ein Gewinn für Braunau und die Kunst

Künstler W. Riemer Bild: privat

Geleistet hat der geborene Niederösterreicher im Bezirk Braunau einiges. Mit 25 Jahren kam er zusammen mit seiner Frau und seinem Vater nach Braunau und fing in der AMAG zu arbeiten an. Bald schon erkannte man sein künstlerisches Talent und versetzte ihn vom Magazin in ein Fotolabor. Dort fotografierte er alle Wertsachen des Werks und erstellte einen Kalender als Dankeschön für alle Kunden. Seine Fotografien fanden Gefallen und er bekam Aufträge von allen Seiten. Sein künstlerisches Talent setzte er in verschiedensten Bereichen ein. Neben Fotografie und Malerei schnitzte er auch leidenschaftlich gerne. Er restaurierte unter anderem Krippenarchitekturen und entwarf die Glasfenster in der evangelischen Kirche in Ranshofen. Nicht nur im Bezirk war sein Name bekannt. 1970 blieb er dem damaligen dritten Nationalratspräsidenten Otto Probst im Gedächtnis. Dieser beauftragte ihn, einen Stein aus dem Buchenwald für ihn zu umranden, den er fortan auf seinen Schreibtisch aufbewahrte. Sehr großzügig stellte Riemer Museen und Ausstellungen Werke seines verstorbenen Freundes Rupert Rothböck zur Verfügung. Drei dieser Werke schenkte er der Herzogsburg. Riemers Leistungen wurden 1967 vom Bundespräsidenten mit der Silberne Medaille für Verdienste um die Republik belohnt. 23 Jahre später erhielt Riemer die goldene Verdienstmedaille für seine Tätigkeiten für die Öffentlichkeit in der Stadt Braunau. Riemer verstarb vor drei Jahren, doch seine Werke und sein Wirken bleiben uns noch ewig erhalten.

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Artikel 09. Juli 2009 - 00:04 Uhr
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