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Eine Jubiläumsausstellung zum Gedenken an Rupert Rothböck

BRAUNAU. Am 13. Juli dieses Jahres wäre Rupert Rothböck hundert Jahre alt geworden. Anlässlich seines Geburtstags richtete die Stadt Braunau einen Gedenkraum in der Herzogsburg ein, um an diesen außerordentlichen Künstler zu erinnern.

Eine Jubiläumsausstellung zum Gedenken an Rupert Rothböck

„Der barmherzige Samariter“ von Rupert Rothböck Bild: Stadt Braunau

Der in Mauerkirchen als Sohn eines Schuhmachermeisters Geborene durfte nach der Volksschule die Schule für Holzbildhauer in Hallstatt besuchen.

Sein weiterer Weg führte ihn nach Wien an die heutige Hochschule für angewandte Kunst zu Professor Anton Hanak und mit ihm an die Akademie der Bildenden Künste, schließlich zu Professor Albrecht Bechtold. Aufgrund einer Rückgradverkrümmung blieb Rothböck von einem Militäreinsatz im Zweiten Weltkrieg verschont. Daraufhin wirkte er als Lehrer an der Schule für Holzbildhauer in Hallstatt und danach als Lehrer der Arbeitstherapie im Lazarett von Bad Ischl.

Schließlich wurde die Stadt Braunau ab dem Jahr 1951 zu seinem Schaffens- und Lebensmittelpunkt. Der Künstler richtete sich auf dem Grundstück des Künstlers Aloys Wach ein Atelier und eine Wohnung ein. Das eigenständige Werk Rothböcks sind seine abstrakt-kubistischen Figuren und Reliefs, die den menschlichen Körper in geometrische Zerteilungen verwandeln. Dort wo Rundungen sind, entstehen scharfe Kanten oder Kreissegmente, trotzdem sind seine Werke nie total abstrakt.

Das Ergebnis ist unverwechselbar und originär. Rothböcks Plastiken sind oft im Besitz der öffentlichen Hand zu finden, die immer wieder Aufträge an den Künstler vergab.

Die Eröffnung des Gedenkraumes findet am Donnerstag, 6. August, um 19 Uhr in der Herzogsburg statt.

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Artikel 30. Juli 2009 - 00:04 Uhr
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